Wheels of Steel

Nein geneigter Leser, keine Sorge. Dieser Artikel wird sich nicht als Loblied auf die Eisenteile aus Milwaukee rausstellen – dieser nicht :-)

Hier geht es ganz profan um Musik.
Um Heavy Metal der guten alten Schule, hell, laut, schnell und melodisch !
Um „Kastratenrock“, wie der unselige Neffe des Herrn S. zu bemerken pflegte. Weil die heutigen Metaler gerade noch höchstens ein basslastiges Grunzen mit undefinierbaren Gitarrengewummer kennen (wollen).
Oh Ihr armen Unwissenden :-)

Um das Konzert gestern Abend im Matrix in der Stadt „mit dem Pulsschlag aus Stahl“ geht es. Wo der junge T., der etwas ältere Herr S. und ich in die tiefen Gewölbe dieses Etablissiments hinabstiegen um inmitten von düster gewandten, langmähnigen Bombenlegern in feuchtschwüler Athmosphäre den etwas älter gewordenen Rockern von Saxon unsere Aufwartung machten.

Nee, war dat schön ! Fliegende Mähnen, harte Klänge, hämmernde Fäuste zu nicht enden wollenden Gitarrenriffs und Solis mit einhergesungenen Refrains über „Wheels of Steel“, „Motorcycle Man“, „Princess of the Night“, „Requiem“, „Strangers in the Night“ und den immer gerne zitierten „Crusadern“ !! Rock n´Roll eben. Hörbar, singbar (o.k. – mitbrüllbar), verständlich. Kurz und gerade aus, pathetisch und eben melodisch !

Und da fehlt jetzt noch der Verweis auf oben erwähntes amerikanische Eisen. Weil es so schön auch ins Klischee paßt. Aber wie bereits versprochen – hier nicht :-)

Und ums auch den jungen Lesern verständlich zu machen – hier bitte:

Eight Miles High

Gestern Abend hatten der junge Herr T. und meiner einer das Vergnügen auf Recken ganz alter Schule zu treffen.

Golden Earring spielte in der Nähe auf und wir beide hatten schon vor Monaten nix besseres zu tun als uns flugs Karten zu sichern. Wohl getan, die Bude war rammelvoll !

Nun weiss man bei Earring auch heute noch nicht so genau wie die Herren so mit ihrem Publikum verfahren möchten, sprich, wie klar die Musik so „unten“ ankommt. Es gab Konzerte, da war ich schon nach 20 Minuten verschwunden weil das, was da kam nicht mehr identifizierbar war. Nein, es lag nie an der Musikanlage, wohl eher an den reichlich eingenommenen Genussmitteln.

Also haben der junge Herr T. und ich den Mannen um George Kooymanns exakt 15 – 20 Min. gegeben. Wir wären dann gefahren, besser ein gutes Bier irgendwo als ein schlechtes Konzert. Und die ersten beiden Lieder sah es auch nach Flucht aus, unbekannt und zu laut. Dann aber, ja dann kamen „Eight Miles High“, „Twilight Zone“, ein genial eingeläutetes „Radar Love“ sowie eine wunderbare Version von „She flys on strange Wings, Part I“, noch so ein paar alte Kracher die für die neueren Songs nicht nur entschädigten sondern zumindest mich mal wieder bis unter die Decke fliegen liessen :-)

Kurzum, es war ein tolles Konzert voller alter Erinnerungen und ältere Menschen die auch ihren Heidenspass hatten :-) Warum treffe ich nur bei den von mir bevorzugten Konzerten immer so viele „Silberlocken“ :-)) ?

Ach ja, da war noch eine Vorband ! Was soll ich sagen ? Die waren sogar allererste Sahne, alles ganz junge Menschen, vielleicht zwischen 15 und 20 Jahren, und die haben sich echt was getraut. Vor allem als zum krönenden Abschluss die „Autobahn zur Hölle“ erdröhnte !

Feierstunde pur, das Publikum hat es Ihnen wahrlich gedankt :-)

Rammlied

Sie sind wieder da !

Und lauern schon hinter der nächsten Ecke !

Böse, düster, laut und gemein !!

Rammstein



    Wer wartet mit Besonnenheit,
    Der wird belohnt zur rechten Zeit.
    Nun das warten hat ein Ende,
    Leiht euer Ohr einer Legende.

    RAMM – STEIN!
    RAMM – STEIN!

    Manche führen, manche folgen
    Herz und Seele Hand in Hand. (Hand in Hand)
    Vorwärts, vorwärts, bleibt nicht stehen
    Sinn und Form bekommt Verstand. (komm Verstand)
    Wenn die Freude traurig macht
    Keine Sterne in der Nacht. (in der Nacht)
    Bist du einsam und allein
    Wir sind hier, schalte ein!

    RAMM – STEIN!
    RAMMSTEIN!
    RAMMSTEIN!

    Manche führen, manche folgen
    Böse Miene gutes Spiel. (gutes Spiel)
    Fressen und gefressen werden
    Wir nehmen wenig, geben viel. (geben viel)
    Wenn ihr keine Antwort wisst
    Richtig ist, was richtig ist. (richtig ist)
    Bist du traurig und allein
    Wir sind zurück, schalte ein!

    RAMM – STEIN!
    RAMMSTEIN!
    RAMMSTEIN!
    RAMMSTEIN!

    Ein Weg, Ein Ziel
    Ein Motiv
    (RAMMSTEIN)
    Eine Richtung, Ein Gefühl
    Aus Fleisch und Blut ein Kollektiv

    Wer wartet mit Besonnenheit,
    Der wird belohnt zur rechten Zeit.
    Nun das Warten hat ein Ende,
    Leiht euer Ohr eine Legende.

    RAMM – STEIN!
    RAMM – STEIN!
    RAMM – STEIN!
    RAMM – STEIN!

by Rammstein

Jane Live

Manchmal ist so ein LastFM Account ja doch eine tolle Sache :-)

Da bin ich gestern nämlich auf folgendes Konzertereigniss gestossen :


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O.k. 2009 nicht 89 :-)

Der geneigte Leser erinnert sich bereits vergnüglich über meine Reaktion bei der Zuendkerze, zum Nachlesen gerne nochmal hier:

Der Tag klang dann bei einer gemeinsamen Grillung aus, ein buntes Völkchen auf einem schönen Platz bei guter Musik ( der DJ spielte sogar Stücke von Jane – kennt die überhaupt noch einer :-) ? ) und der Herr B. und ich haben sofort beschlossen ….

So, und nun werden wir den „heiligen Mittwoch“ mal wieder zum Konzertabend umfunktionieren.
( Und trotzdem nicht verpassen wenn Bayern M. aus dem Pokal fliegen sollte :-) !)

Alte Männer und ihre Musikerinnerungen :-)))

Bericht folgt ….
(Update)
Jane am gestrigen Abend im Steinbruch zu Duisburg. Kleiner Saal, knapp 250 – 300 Leute und wir waren nicht die ältesten :-) !! Ein gutes Gefühl, mal so nebenbei bemerkt !

Die Musik, die war solange gut, wie nur das Keyboard und die Guitarren loslegten. In dem Moment wo der Bassmann anfing zu singen war das Stück kaputt :-(

Wir haben uns das eine Stunde lang angesehen und angehört, sind aus dem Saal dann in die Kneipe rüber gewechselt und haben lieber ein Bier getrunken. Trotzdem war es schön mal wieder, wie in „alten Tagen“, in Dauersolis und Klangwolken zu baden ;-))

Essen 1980

Dieses Konzert werde ich nie vergessen, dabei hab ich es nur im Fernsehen gesehen. Das war noch zu seligen Zeiten der Rockpalast Nächte, oh Traum lang vergangener Tage :-)

Da sass ich zur späten Stunde alleine vor dem Fernseher, irgendeine amerikanische Bluesband sollte gleich spielen, mir bis dato vollkommen unbekannt.

Der Bandname flackerte in Flammen auf, plötzlich vier Beine darin – und dann brach es infernalisch los – Ladys and Gentlemen …

ZZ TOP

Unfassbar, von diesem Konzert rede ich heute immer noch. Es hat meinen Musikgeschmack entscheident mit geprägt ! Ich weiss noch das die LP „Deguelo“ am folgenden Montag direkt meine war :-)

Und das ganze Konzert gibt es jetzt als DVD und die ist auf dem Weg zu mir.

Yeah !!

[Update]
Die DVD ist angekommen und man (ich) kann sie prima auf meinem großen Mac sehen und hören während ich dies hier schreibe :-) Der Sound ist übrigens fantastisch, es wurde clevererweise der Radiosound von damals genommen. Ach ja, die Rockpalastnächte wurden damals ja zeitgleich im Radio bei WDR übertragen. Und nun erinnere ich mich, dass wir damals schon den Radiosound zuhause genommen haben und den Fernseher lautlos stellten. Da gibt es jetzt noch so ein paar Konzerte, die ich glaub ich mal haben sollte :-) – Police, The Who ….

Kleiner vollkommen unpolitischer Nachtrag:
„Jesus just left Chikago“, ein dermassen geniales Stück Musikgeschichte, da fällt mir doch glatt was aktuelles zu ein, wie war das noch, da verlies doch letzthin auch jemand Chikago :-) ?

Schandmaul

Wenn der „alte“ J. mit dem jungen J. ( na fallen die Anführungstriche auf :-) ? ) zum Konzert geht, zum Open Air Konzert im Duisburger Landschaftspark, dann geht der geneiget Musikfreund von geeignetem Wetter aus. Weil ja Open Air. Das einzige was gestern erstmal open war, waren sämtliche Himmelsschleusen.

Kurz nach der Ankunft jedoch stellte sich heraus, dass

a. die Geschichte überdacht war    und

b. hörte es auch schlagartig auf zu regnen    wenn Engel reisen :-)

Die Darbietungen auf der Bühne störten die Wetterverhältnisse jedoch in keinster Weise. Ich war trotz bereits häufiger gehörter Songs doch sehr angenehm erstaunt, was man so mit Flute, Leier, Bratsche, Cello, Geige und den üblichen drei Gitarren und einer Schießbude so alles anrichten kann :-)

Schandmaul haben den Landschaftspark gerockt, dass kann ich ohne Übertreibung sagen. Und die ca. 3 – 4000 Besucher auch. Mein lieber Schwan !!

Wer die Bühne dort kennt, eine Stahlkonstruktion mit Betonfertigelementen in Stufenform welche sich von der unten gelegenen Bühne aufwärts reckt, und wer weiterhin ebenfalls ein bischen Ahnung von Stahl, dessen Verformungen sowie Schweißnähten und Konstruktionen hat, der durfte bei dem ganzen Gehüpfe auf eben dieser von eben jener Menschenansammlung gelegentlich auch mal die Haare zu Berge stehen haben. Aber scheinbar war ich der einzige :-)

Noch was, dass mir immer öfter auffällt. Vorgruppen ! Himmel, was eine Krux. Vielleicht sollten die Veranstalter mal dazu übergehen, sich und dem Publikum diese Peinlichkeiten zu ersparen. Auch gestern waren Fiddlers Green eher superlustig, superlaut und supermotiviert denn in irgendeiner Weise supergut. Mags auch an meinem Geschmack liegen, ich habe in meiner langen Konzertbesuchskarriere nur zwei Vorgruppen erlebt die wirklich geil waren. Terry Hoax wenn sie vor Fury in the Slaugtherhouse spielten und die letztgenannten dann nie wirklich wußten, wie Sie da erstmal hinterkamen oder damals zu seligen Zeiten, als die Waterboys den Simple Minds den A…. abspielten.

Seufz …. :-)

Roaar !!

… das Musical des Dschungels !

Diese Aufführung gestern Abend war schon was besonderes. 

Sie wurde gänzlich von Kindern und Jugendlichen aufgeführt !

Von Klasse 5 – 10 war jede Jahrgangsstufe vertreten. 

Darsteller – Kinder
Tanzgruppe – Kinder
Chor – Kinder
Kostümbildnerinnen – Kinder
Kulissenschieber – Kinder
Licht- und Tontechnik – Kinder
Band – Kinder

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Engel oder Teufel ?

Diese doch höchst sensibel zu beantwortende Frage stellte uns gestern Abend im heimischen Bühnenhaus der „Dr. Mabuse des deutschen Jazzschlagers“

Götz Alzmann

Ausser bei „Zimmer frei“ hatte ich von dem Herrn bislang nichts mitbekommen, na gut, abgesehen von seiner legendären Tolle ;-)

Was sich uns dann aber darbot war dermassen gut, humorvoll und musikalisch hervorragend, dass ich bei Veranstaltungen dieser Art und dieses Herrn wohl in Zukunft gerne wieder dabei sein werde.

Mit deutschem Schlager hab ich zwar so meine Probleme, mit der Jazzversion konnte ich bis gestern Abend gar nichts anfangen. Aber wie schön dass man (ich) immer mal dazu lernt. 

Nebenbei bemerkt, die Bude war rappelvoll und fast neben mir sass ein Herrn, den ich schon nahezu 25 Jahre kenne, dessen Lachen ich aber schon lange nicht mehr gehört habe. Dafür war es um so herzhafter und durchdringender, der Saal hat es wohl gerne zur Kenntnis genommen :-)