Potana – Deurali Pitam – Landruk

Ok, vorab – es gibt überall WiFi, da fällt das bloggen leicht …

Und eine Strasse nach Deurali Pitam gibts auch – da haben sich heute junge Leute hochfahren lassen, als die an uns vorbei sind hätte ich gerne meine Fassung komplett verloren, rausholen und … aber lassen wir das, gibt ganz schlechtes Karma.

So, und jetzt die wunderbaren Seiten !

Wachwerden, rausgehen und den Macchapuchre in der Morgensonne direkt vor der Nase …



… daneben Annapurna South und Hinchuli, auf dem Weg dann ein Blick nach rechts – Manaslu, der erste Achttausender in diesen Tagen, es ist so dermassen fantastisch :-)

Und es gibt Dal Bath, in Mengen, das muss schliesslich etwas halten, wenn auch nicht lange – ich hab jetzt schon wieder dieses ganz furchtbare Gefühl ganz fix wieder her zu müssen … Nepal macht mich wahnsinnig, trotz des Fortschrittes den ich wohl oder übel ertragen werde, hier kann ich einfach sein.

Von Potana hoch nach Deurali Pitam und dann nahezu zwei Stunden über Stufen bergab. Puh … Nach der Pause am Mittag noch eineinhalb Stunden bis Landruk und zur kalten (!) Dusche :-) Und jetzt sitzen wir hier, hoffen das wir vom Holifest feiernden Volk verschont werden, also von der Farbe :-) Hat fast geklappt …

Morgen dann die nächste Hammeretappe, wird von den Veranstaltern immer gerne verniedlicht. Runter zum Modi Kola, dann 3-4 Stunden in einem hoch nach Gandrung. Na dann schaun wir mal …

Kathmandu

It rains …

and rains …

and stop raining :-)

Thamel, Kathmandu Durbar Square, Thamel – zu mehr reicht es heute gerade mal nicht. Ist auch nicht weiter schlimm, das war ein prima Einstieg ins Chaos. 



Morgen gibt’s dann richtig was auf und fuer die Augen …

“Die Geister des Mount Everest” (2)

Der Vortrag

Der “Everest” Vortrag war, wenn auch sehr speziell, fantastisch !
Und mit den Bildern/Dias war das ganze auch visuell ein Erfolg.

Jochen Hemmleb hat uns Zuhörer und Schauer dermassen in seinen Bann gezogen, dass man trotz des reichlich gefüllten Saales eine Stecknadel hätte …

Und irgendwie war ich dann die ganze Zeit fast mit oben, irgendwo zwischen 7000 und 8160 m NN, auf der Suche nach den beiden “alten englischen Toten” von 1924.

Nun hatte ich vor Jahren das Buch bereits gelesen und war mit der Materie ein wenig vertraut. Aber als der gute Mann dann die nächste Suchexpedition für nächstes Jahr ankündigte, mit dem Ziel eben auch Irvine und beider Kamera zu finden – da hätte ich am liebsten direkt “Hier, ich komm mit” gerufen :-)

Stellt euch vor, 3 Monate im Rongbuk Tal, wenn für mich auch nur als Küchenjunge im Basecamp :-), im Angesicht dieses herrlichen Berges, dabei sein wenn Geschichte evt. neu geschrieben wird. Welch Verlockung !

Denn wenn Sie die Kamera wirklich finden, und Sie wissen wo Sie Irvine finden könnten – so ungefähr jedenfalls, dann haben die Fachleute von Kodak schon signalisiert, kriegen sie die gut konservierten Aufnahmen auch heute noch entwickelt.

Und da meine romatische Ader mir eh sagt, das Mallory und Irvine breits 1924 oben waren, hab ich den Rest des Wochenendes halt öfter mal versonnen durch  die Gegend geschaut und mir vorgestellt ….

Ich würde dann natürlich dank der Technik hier live berichten :-))

Kathmandu – die letzten Tage

Happy Diwali !

Ich bin genau zur richtigen Zeit hier, alles in Kathmandu ist geschmueckt, bunte Lichter, Kerzen und Mandalas ueberall, Diwali ist ein schoenes Fest.

Und eine weitere Buddhatour  – aber immer gerne genommen und auch gezeigt :-)

Ich habe einen richtig schoenen ersten Tag in Kathmandu mit Frau S. und Herrn D. ! Gemeinsam gehen wir auch in Bodnath shoppen, und obwohl ich ja “bloss nicht wieder mit einem Thanka nach Hause kommen soll” kann ich es nicht lassen. Dieses eine, wunderschoene Kalacakra – Mandala als Thanka ist nach diesem Tage dann doch meines :-) Den ebenso schoenen und auch sehr leckeren Abend verbringen wir im Dechenling, dem Restaurant am …

Hier treffe ich auch den DAV Vertreter,Dr. Sashi M., der hier nahezu jeden Abend umherschwebt um mit stets denselben Saetzen (ich kann´s mittlerweile schon singen) die DAV Gruppen verabschiedet. Jetzt hat er aber noch etwas Zeit und fragt mich wie es denn wohl war. Haette er besser nicht getan – nach meiner recht sarkastischen Beschreibung der Umstaende bringt er auch nur noch kopfschuettelnd was von “ueberdenken der Tourismuspolitik” raus. Was mir wieder zeigt, dass man in den einzelnen Agenturen gar nicht weiss was sich im Hinterland wirklich abspielt oder es schlicht ignoriert.

Die naechsten Tage gestalten sich aehnlich, schlafen, essen – trinken, shoppen, schlafen …. Auch am naechsten Abend gehe ich ins Dechenling – und wen treff ich ? Herrn D. mit seiner Frau S. :-) Na wenn man einmal weiss wo´s wirklich gut ist …

Am letzten Tag hab ich bis 17.00 Uhr Zeit und ich verbringe knapp zwei Stunden meines Lebens damit fuer das schwarzhaarige Maedchen gruene Kissenhuellen (aber bestickte !) zu suchen. Leider ist die Farbe der Saison eher braun, zu schade aber auch ;-) Zur verabredeten Zeit ist der Bus von Intrek da, kurz darauf bin ich am Flughafen und spaeter dann gibt es dann meine kleine Abschiedszeremonie von Nepal.

Ach ja, der Abschied faellt jedesmal wirklich schwer, auch diesmal, obwohl mein “Traum” einige unschoene Risse bekommen hat – aber in zwei Jahren so mein Karma will, in zwei Jahren bin ich wieder hier.

Nur noch zwei Jahre ….

Namaste

Pothana – Sarankoth

Auch heute geht es frueh los, nach zwei Stunden dann die erste Strasse :-(

Kaum einer, der das nicht mal selber erlebt hat, kann sich vorstellen welch uebele Gefuehle diese erste Begegnung mit der “Zivilsation” bei mir ausloest. 11 Tage der Ruhe und eigenen inneren Stille werden jaeh vom Gehupe irgendwelcher Wahnsinnigen zerstoert – meine geliebten Berge, Natur und Menschen, das alles weicht ploetzlich dem alltaeglichen Wahnsinn. Selbst die vier Pfoten, welche mich durch den ganzen Morgen treu, nie von meiner Seite weichend, begleiteten drehen um und verschwinden den Weg zurueck. Auch in mir schreit alles “Umkehr”, wir gehen aber weiter.

Der Weg, nur kurz an der Strasse lang, biegt dann auf einen Hoehenzug oberhalb Pokharas ab. Meine Stimmung in Geschwindigkeit muenzend geb ich mir mit einer weit vorgehenden, sehr lauten spanischen Gruppe ein kleines Rennen und ueberhol diese dann auch recht fix. Man grinst nur noch. Nachdem wir diese hinter uns haben und wieder Ruhe einkehrt entschaedigt dieser alte Trekkingweg fuer vieles heute. Unter uns der Fewasee, dahinter die naechsten Hoehenzuege, ab und an links der Machapuchre, meine Laune bessert sich erstmal erheblich :-)

Mittags gesellt sich die spanische Truppe laut singend zu uns in die Lodge, die beiden hysterischen englischen Ladies (it’s sooooo amazing, really !!!) machen es auch nicht gerade besser. Nur das junge nepalesiche Paar, was ziemlich verliebt hinter dem Pfeiler sitzt und ganz vorsichtig Zaertlichkeiten und Neckereien austauscht und die Welt ringsum gerade zu vergessen scheint laesst mich wieder laecheln.

Am Abend gibt es dann unser Abschiedsessen, dieser Tag ist nicht wirklich meiner. Dafuer bekomme ich ein Dhaal Bhat serviert, ein Dhaal Bhat, meine Lieben das seinesgleichen sucht ! Da hat Man Kaji aber in der Kueche so was von Dampf gemacht :-) Ich verteile kleine Geschenke, halt eine kleine Rede mit nepalesichem Ende, entlohne “our Traeger” und verteile auch das Trinkgeld. Landestypisch verschwinden beide mal kurz vom Tisch vor dem Essen um mal eben nachzuzaehlen :-) War wohl o.k., Man Kaji kommt umgehend mit drei Rakhsi und zwei Flaschen Bier zurueck, die gehen dann auf seine Rechnung.

Der Abend wird dann, wenn auch ein wenig wehmuetig fuer mich, noch sehr schoen ! Eine Kindergruppe singt und tanzt zu irgendeinem Festival noch ein wenig (natuerlich gege “Spende”), die ganze Lodge singt noch ein froehliches “Resham Piriri”, die englischen Laidies muesschen mittanzen und ich hab ordentlich einen im Kopf :-) Puh !

Chomrong

Dei erste und gute Nachricht des noch sehr fruehen Tages – der Traeger hat es ueberlebt und ist wieder bewegungsfaehig und ansprechbar !! Sehr gut ! :-)

Der “Medizinmann” vor Ort in der “Medizinbaracke” hat das einzige getan was er gerade noch konnte, er hat dem Mann ein Gluckose Infusion verpasst. Zusammen mit den aufgeloesten Antibiotika des Herrn D. ist es gerade noch gut gegangen. Es war aber wohl verdammt knapp. Ich kenn mich jetzt nicht so aus, aber der Herr D. murmelte etwas von keinen Pupillenreaktionen mehr usw. – hoert sich nicht so toll an …

Naehere Recherchen in den naechsten Tagen, es haben ja wirklich genug Leute mitbekommen, bringen folgenden Sachverhalt ans Tageslicht:
Der Mann gehoerte einer Expiditionsmannschaft der Agency “Mountain Trouble” (Name=Programm) an. Oben im Annapurna Basecamp hat er sich erstmal aufgrund eines wundgescheuerten Rueckens eine Infektion gefangen. Nebenbei war der arme Kerl geschlagen mit Ueberanstrengung, Dehydrierung und Symptomen der Hoehenkrankheit. Kurzum alles bei 4100 m lebensbedrohlich ! Was machen diese A …. ?
Schicken den Mann ALLEINE weg, weil nicht mehr einzusetzen ! Bis ins Machapuchre Basecamp hat er es noch geschafft, dort ist er zusammengebrochen und lag bewegungslos und unansprechbar am Boden. Und warm ist es dort auch nicht gerade ! Die uebrigens Umstaende hab ich ja schon beschrieben. Nachdem der Heli dann eine gebrochene Topuistenhand u.ae. abtransportiert hat, nur den armen Mann nicht, haben andere Traeger den in eine Targekiepe gefaltet (!) und wie erwaehnt runtergebracht. Der Rest ist bekannt.

Beim Schreiben alleine kommt mir hier gerade wieder die kalte Kotze hoch. Welches verdammte Ziel ist es wert einen Menschen so zu behandeln ? Ein 8000er nicht, ein bescheuertes Basecamp schon gar nicht ! Wofuer ?

Vormittags fliegt der Heli uebringens schon wieder zum 2. Mal hoch ….

Weiterlesen