40. Rund um Wesel

  
So, manche Dinge kann ich ja mal ausprobieren :-) 

Die erste Oldtimerralley, rund um Wesel,  war richtig schön, das Wetter hat wieder Erwarten mitgespielt, die Menschen waren für so Rookies wie uns nett und hilfsbereit, die Strecke total gut ausgesucht (ich hatte natürlich einen brutalen Heimvorteil) und zum guten Schluss waren wir noch nicht mal Letzter :-) 

(Obwohl ich eine Sonderprüfung total versaut hab)

Und meine Beifahrerin und damit Copilotin hat das feine Auto und mich trotz mangelnder Ortkenntnisse hervorragend über die Strecke gebracht :-)

Nächstes Jahr gerne wieder! 

“Die Rhön erfahren im Hier und Jetzt”

Zitat

“Einfach mal cruisen im Hier und Jetzt , dabei die Rhöner Landschaft – hier zu sehen ist die Wasserkuppe – genießen und zur Ruhe kommen. Text/Foto: Anja Vorndran

Mit der Rhön-Mustang-Meditation zur Ruhe kommen

Die Rhön erfahren im Hier und Jetzt
LANDKREIS. Einatmen, Ausatmen:Ommm. Einatmen, Ausatmen, Schlüssel drehen: Wromm! Meditieren und Mustang fahrenhaben auf den ersten Blick nichts gemeinsam. Aber beim zweiten Blick kommt die Erleuchtung – ruhig, ganz ruhig und entspannt genießen Fahrer und Beifahrer das Hier und Jetzt des Cruisens. Der Kurs „Rhön-Mustang-Meditation“ fördert unbedingt Achtsamkeit, Konzentration und beinhaltet zudem einen herrlichen Spaßfaktor in einer traumhaften Landschaft.
Bei der „Rhön-Mustang-Meditation“ geht es darum – im wahrsten Sinn des Wortes – den Augenblickzu erfahren. Das Phänomen beginnt schon vor dem Moment in dem der Schlüssel sich im Zündschloss dreht, es beginnt bereits mit dem ersten Blick auf den Wagen. Gut, bei jeder anderenMeditation schließen die Kursteilnehmer am Anfang der Übung die Augen,bei diesem Kurs verhält es sich anders. Neugierig blickt man sie an, diese Version aus dem Jahr 1966. Sie glänzt in saharabeige mit farblich harmonierender Innenausstattung, ohne Kopfstützen, ohne
Schnickschnack, dafür mit Bauchgurt und dem Geruch der Rock´n´Roll Jahre im Leder. Es riecht ein bisschen nach Benzin und Öl und eben genau so,wie Autos damals gerochen haben. Achtsamkeit bedeutet, bewusst wahrnehmen – also, noch einmal schnuppern, setzen, Türen schließen.
Dann ist Zeit sich auf die Reise zu begeben, Zeit, zu meditieren. Der Weg ist das Ziel und so kommt es, dass Fahrer und Beifahrer im Mustang nicht einfach eines der modernen und mobilen Navigationsgeräte einschalten um Wasserkuppe oder Bischofsheim einzugeben. Bei der RhönMustangVariation nimmt man sich die Muße, eine ganz konventionelle Straßenkarte zu Rate zu ziehen.
Universum aufnehmen
Es geht nicht darum, schnell zu sein, es geht darum, das Herz zu öffnen für die Reise, die Landschaft, die Tiere, die Menschen – kurz, das Universum aufzunehmen, dem man von Bad Kissingen aus begegnet. Bereits beim Start gelingt es mühelos das Universum auf Maschinen zu erweitern: Jedem Pony-Car-Fan jagt das Geräusch des anspringenden acht Zylinder Motors einen wohligen Schauer über den Rücken – er kündigt an, dass die Fahrt beginnt. Über Waldfenster führt die Straße der Sehnsucht nach Wildflecken, vorbei an Wiesen, Wäldern und Feldern auf denen fleißig Landwirte in der Hitze des Sommers in ihren Traktoren Staub aufwirbeln. Ja,man spürt sie deutlich die Empfindung und nennt sie beim Namen: Hitze.
Das Auto, in dem die Fußmatten von einem galoppierenden Pony, dem Logo des Mustang, geziert werden, hat natürlich keine Klimaanlage. Wozu auch? Per Hand lassen sich die Scheiben herunterkurbeln, der warme Wind weht in denWagen, aus dem Radio rocken die Rolling Stones „I can (t) get (no) Satisfaction“ und George Harrison von den Beatles trällert „Here comes the Sun“ -was für ein schöner Zufall. Auch Musik ist Meditation. Nebenbei fallen andere Töne auf, denn der Blinker klingt – wen man ganz genau hineinhorcht – wie ein galoppierendes Pferdchen:Tribtrab, Tribtrab, Tribtrab.
Erster Stopp ist an der Wasserkuppe im hessischen Landkreis Fulda,mit 950Metern der höchste Berg der Rhön und die „Wiege des Segelflugs“. Auf bayerischer Seite ist der Kreuzberg zu finden, der heilige Berg der Franken erhebt sich mit 927,8 Metern über der Landschaft. Auf der Wasserkuppe kreisen Paraglider und Flieger rund umdas Areal des Radom, das einst militärischen Zwecken diente.
Sitzen und Gehen
Auf dem Kreuzberg locken das Kloster mit Biergarten und das Erklimmen der vielen Stufen bis hin zu den drei Golgota-Kreuzen. Eine wunderbare Verbindung von Sitz und Gehmeditation! In Gedanken vertieft laufen Fahrer und Beifahrer zum Auto und werden dort von Wanderern begrüßt. „Ein schöner Wagen“ kommentiert einer und „Das waren noch wilde Zeiten, als die Amis hier waren“, erinnert sich ein anderer. Herzensgüte nennt sich dieseMeditation,Güte,Wohlwollen sich selbst und anderen gegenüber werden augenblicklich spürbar.
Mit einem Lächeln lassen sich Fahrer und Beifahrer in das Leder gleiten, nehmen auch ohne Lotussitz eine entspannte Haltung ein und kurven weiter. Merkmale der erfolgreichen Meditation sind deutlich erkennbar:Man fühlt sich innerhalb kürzester Zeit wacher, negative Gedanken weichen, der Stress lässt nach. Meditation soll helfen, Ängste abzubauen. Welche Ängste? Es gibt keine. In Fladungen warten ein Rundgang durch das Freilandmuseum und ein Essen unter schattigen Kastanien. Entspannt führt derWeg, der das Ziel ist, nach Bischofsheim, von hier aus geht es durch das Schmalwassertal, Bad Neustadt, Hohn und Schloss Aschach zurück nach Bad Kissingen.
Speziell im kurvenreichen Schmalwassertal kommt der Meditierende noch einmal heftig ins Schleudern, aber das ist ja auch Sinn der Sache, sich auchmal dem Zweifel hingeben zu dürfen. Wichtig ist ja nur, wieder zurück zu finden zur Meditation, sich achtsam auf den Weg zu konzentrieren.”

 

Text/Foto: Anja Vorndran aus dem Bad Kissinger Anzeiger vom 26.08.2015                Und hier der Link zum Original :-)

Himmelfahrt (-s Kommando) :-) ?

Ab heute Abend werd ich das feine Auto bis zum Sonntag so ca. 1200 km Richtung Rhön, Büdingen und zurück bewegen.

Ob ich leicht gespannt bin wie das so funktioniert ?

Bin ich :-)

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So, angekommen !  

Der Motor schnurrt geradezu, alles schön :-) Kein Ölverlust und die 400 km bin ich mit 12,3 ltr. (!) Verbrauch gezockelt, 60 – 70 mls/h. Ich werd irre :-)

Schöner Nebeneffekt des Cruisens – auf der Autobahn fahren plötzlich neben mir erst ein S-Audi, später ein 911er, gebremst auf meine Zockelgeschwindigkeit, beide Fahrer grinsen wie ein Honigkuchenpferd, Daumen hoch, Winke Winke bevor sie wieder Gas geben, oh Wonne oh Stolz ! Jungs, ich kenn da so’n kleinen Autoladen, die sind spezialisiert auf so Typen wie uns … :-)

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Ausflug mit Picknick in die Rhön  

So, nach einigen Kurzstrecken in und um Bad Kissingen und einem Familienbesuch in Büdingen, nach etwas über 1100 km, bin ich wieder zuhause. Die letzten 300 km hab ich sagenhafte 11,5 ltr./100km durch meinen Doppelvergaser gejagt, insgesamt kein Ölverlust – nix passiert aber auch gar nix !

Das habe ich so in der Form nicht erwartet !

Ausgerüstet mit 5ltr. Reservesprit, 2 ltr. Öl, einer Ölpappe, Kühlwasser, Ersatzsicherungen und -Birnen, Bordwerkzeug und kompletten Zollwerkzeugkoffer bin ich losgezockelt – gebraucht hab ich nichts. Nicht das ich das wieder auspacke, mitnichten, aber dass mein feiner Mustang so problemlos läuft hab ich nicht erwartet. Immerhin ist das Pony nun 49 Jahre alt, da darf es auch mal unrund laufen.

Insgesamt bestätigt das aber auch meine Meinung über den Zustand alter Autos, besonders dieser Amischlitten. Jede Zusatzausrüstung wie Bremskraftverstärker oder Servolenkung frisst Sprit. Hollyvergaser (wer braucht so einen Blödsinn eigentlich) und/oder Doppelrohrauspuffanlagen verändern das Gesamtverhalten nicht unbedingt zum technischen Vorteil. Ich belasse mein Pony in dem Originalzustand wie ich ihn bekommen habe, das wird nichts um- oder angebaut. Der Lack bekommt mal etwas Politur, Kratzer werden mit Klarlack gegen Rost übermalt und ansonsten darf das Auto so aussehen wie ein Auto nach 49 Jahren eben aussehen kann. Hauptsache es läuft und läuft und läuft und ….

The very fine fine Car

Ich hab’s glaube ich noch nicht erwähnt, aber  ich habe noch nie (!) ein eigenes Auto besessen!

All die Jahre bin ich entweder Sommer wie Winter mit dem Motorrad oder ab 1995 zusätzlich mit dem Firmenwagen gefahren.

Autos – die haben mich nie interessiert.

Dann kam das liebe Kind :-)

Und mit Ihm quasi zwangsläufig eine “leichte” Begeisterung für vorwiegend alte amerikanische Autos. Auch quasi “eingetrichtert”, denn das Wissen, dass Jan in der Beziehung hat ist

a. einzigartig

b. legendär und

c. immer und allgegenwärtig abrufbar!               ( ob gewollt oder ungewollt :-)  )

Was haben wir auch manchmal gelacht wenn wir zwei Bekloppten die arme Anja mit der Freude über ein altes vorbeifahrendes 20ltr. Auto in den Wahnsinn getrieben haben.

Im Laufe der Zeit haben wir dann alle drei Freude an diesen Autos gehabt, beide USA Aufenthalte mutierten zur Auto Show. Wobei ich über Pickup’s und Corvette irgendwann mal zum Mustang gelangte. Nun ist der Mustang ein weitläufiges Thema und von gar intensiver Beschäftigung geprägt will der geneigte Oldtimerfreund nicht ganz und gar aufs Gesicht fallen.

Aber was soll ich sagen?

Nach vier Jahren hören, gucken und lesen, nach gelegentlichem Zaudern bei ach so super Angeboten und teilweise schierer Verzweiflung über den Schrott der einem so gereicht wird, nach trotzdem nie nachlassendem Interesse haben das liebe Kind und ich dann im Februar diesen Jahres mein erstes Auto gemeinsam abgeholt –

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