Gestern morgen, zwischen zwei Terminen. Ich wollte nicht zu früh sein und auch nicht wartend vorm Haus parken, also fuhr ich ein paar Meter weiter und parkte vor einer Schule. Es war wohl gerade Pause und so stand ich dort und guckte mir das Spiel an.
Mädchen standen in Gruppen zusammen, einige zeigten gelegentlich auf eine Gruppe Jungens, die Fussball spielten. Das Gekicher drang bis zu mir herüber. Große Unsicherheit bei den Jungens, einer schoß vor lauter Übermut den Ball in die Botanik. Um dann eben einen aufsehenerregenden Sprint hinzulegen zwecks Rückholung des Spielgerätes. Da schellte es. Also den Ball unter den Arm geklemmt und direkt am Mädchenpulk vorbei in die Schule zurück …
In diesem Moment, ich geb es gerne zu, erfaßt mich der blanke Neid über diese Unbeschwerdheit.
Und ich könnte auch noch über die zwei blonden kleinen Gören berichten, die fröhlich neben der Mutter herhüpfend, die Haare auf und abwippend an ihren Pommestüten naschten …
Manchmal reicht es schon, nur mal die Augen aufzumachen …

