One Night in Bangkok

Nach kurzem Flug begegnen wir dem Moloch Bangkok noch einmal.

Nach knapp 45 min. Busfahrt werden wir im „Siam Heritage Hotel“ untergebracht.
Zwei Strassen von Patpong 1 & 2 entfernt, na ja …

Sehr schönes Hotel aber, 9 Stockwerke mit einer bemerkenswerten Dachterasse, Fitnessraum und Spa-Bereich.

Dort oben versau ich mir erstmal mit einem höllisch scharfen aber superleckerem Curry den Magen :-)

Abends dann das Abschiedsabendessen. Mit den üblichen netten Reden, wenn man nicht so auf den Unterton achtet.

Die restlichen Mitreisenden zieht dann auf die Strasse, ins städtische Vergnügen aller Art – ich „schaffe“ es als einziger von allen diesen letzten Abend alleine auf der bereits erwähnten Dachterasse zu verbringen.

Mit einigen „Drinks“ und Pink Floyd im Ohr sitz ich da so herum, lass mir die letzten Wochen nochmal durch den Kopf gehen, freu mich auf das schwarzhaarige Mädchen und beschliesse für mich schleunigst wieder nach Laos zu kommen. Nach Luang Prabang. Zum Mekong. Und nach Angkor.

Und …. ach seufz !

Siem Reap

Letzter Tag in Kambodscha.

Nun hab auch ich das Gefuehl, dass es reicht.

Vor lauter Gruppendynamik hab ich mich heute mal komplett abgemeldet. Waehrend die anderen auf dem Tonle Sap rumschippern (hatte ich auch schon) vergammel ich den Tag mal. Laenger schlafen, alleine in Ruhe fruehstuecken, kurzer Einkaufsbummel – der restliche Nachmittag im Schatten am Pool :-)

Morgen geht es dann nach Bangkok, hier gibt es dann nochmal eine kurze Tempeltour und uebermorgen geht es dann nach Hause.

Ich werde dann die Rueckkehr vermelden ;-) …

Gruesse aus Kambodscha, dem sagenhaften Land der Khmer !

Joerg

Angkor

Tag 3.

So langsam neigt sich die Tempeltour dem Ende zu. Heute stehen noch Kbal Spean und das „Schmuckkaestchen“ Banteay Srei auf dem Programm.

Die Fahrt dorthin dauert etwas laenger und so bekommen wir auf dieser von unserem lokalen Guide Kosal eine Beschreibung der Umstaende unter den Khmer Rouge. Als damals 12 Jaehriger hat er noch ganz genaue Erinnerungen, die er aber nur oberflaechlich weitergeben will. Die zentrale Aussage im Vorfeld dazu ist woertlich:

„… moechte ich Ihnen Bestrafungen von Roten Khmer nicht genau erzaehlen, alle und ich sonst viel weinen …“

Dieses Land und seine Leute werden noch Jahrzehnte brauchen, um sich vom Genozid der Khmer Rouge ein wenig zu erholen.

Bei Kbal Spean latschen wir gemaechlich zu den Wasserfaellen und dem Bach der tausend Lingams hoch, es ist trotz Wald furchtbar heiss. Nach der auesserst schmackhaften Mittagspause (mjam mjam mjam) fahren wir dann nach Banteay Srei. Auch wenn ich das schon kenne, filigraner und schoener ist kein anderer Tempel. Da macht das Wiedersehen Freude, und ich laufe mit sehr gemaechlich noch einmal durch die Ruinen, fotografiere einiges an Details die ich noch nicht habe und bin so richtig rundum zufrieden :-) …

Angkor

Tag 2.

Aufgrund der gestrigen Ereignisse, verbunden mit normaler Morgenprozedur kommen wir ach so „ueberforderten“ nun natuerlich erst recht spaet in Ta Phrom an. DAs haetten wir auch viel viel frueher ohne Menschenmasen haben koennen. So ist das jetzt …

Trotzdem ist Ta Phrom superschoen.

Nur vom Unterholz befreit stehen die Ruinen mitten im Dschungel, Wuergefeigen wachsen ueber die Mauern, fahles Licht faellt durch das Blaetterdach … waren da eben nicht Schatten ? Ich meine fast Lara Croft haette sich soeben ueber eine Mauer geschwungen und mit Indianer Jones ein kurzes Schwaetzchen gehalten … Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Vor der Siesta fahren wir noch beim Kravan Tempel vorbei. Schade, Banteay Kdei war ganz in der Naehe. Aber in dem Zeitrahmen kannst du nicht alle Tempel sehen. Und ich, ich hab sie eh schon (fast) alle gesehen.

Nur am Nachmittag gibt es endlich die Rolous Gruppe nun auch fuer mich. Die ist neu, da war ich noch nicht. Erst „Lolei“, dann den wunderschoenen „Bakong“ und zum Schluss noch „Preah Ko“, der Speicherchip glueht. Ich bin bei ca. Nr. 430 …

Abends bekommen wir noch eine Auffuehrung von Tempeltaenzerinnen zum Essen serviert – Mann, die lassen aber auch gar nichts aus …

Angkor

Tag 1.

Die letzten Meter bis zum Wassergraben von Angkor Wat.

Ich versteck mich unter der Sonnenbrille, die Traenen laufen  so vor sich hin. Trotz der wahnsinnigen Menschenmassen die hier stroemen – es ist so geil wieder hier zu sein ;-)

Wir fangen heute in Angkor Thom am Suedtor mit den vier Gesichtern von Avalokiteshvara an, und „arbeiten“ uns dann von der „Terasse des Lepra Koenigs“ ueber die „Terasse der Elefanten“, dem „Himmelspalast“ und dem Baphoun zum schoensten aller Tempel durch – dem Bayon.

Von 54 Sauelen schaut Avalokitshvara vierfach auf uns Menschen milde laechelnd herunter, es ist schoen wieder hier mittendrin zu stehen.

Nebenbei, es ist gegen Mittag so knappe 40 Grad ….

Nachmittags, wir halten tunlichst erstmal Siesta, gehen wir dann nach Angkor Wat. Himmel …

Ich mache aber nur einige Fotos und gehe dann alleine zum Phnom Bakeng. Von hier oben geniesse ich den Sonnenuntergang mit Blick auf Angkor Wat.

Zwar nicht alleine, aber ich blende alles um mich herum aus. Mein Foto, welches ich unbedingt machen wollte, gelingt wegen des Dunstes nicht – aber ich komme sicher noch einmal wieder. Dann aber zur Regenzeit, da sind nur wenige Menschen hier. Auch in den naechsten Tagen werde ich nicht mehr nach Angkor Wat gehen. Vor drei Jahren hatte ich alle Tempel 6 Tage lang fast fuer mich allein, ich mag mir diese traumhafte Erinnerung jetzt nicht zerstoeren …

Weiterlesen

Siem Reap

Heute morgen ist der Himmel grau. Die Wetterauslaeufer von Vietnam ziehen wohl rueber, na ja …

Aber alles wird irgendwann gut, so auch das Wetter und wir besichtigen Isanapura, die Hauptstadt des alten Chanlerreiches aus dem 09. Jahrhundert bei Sonnenschein. Hier sind die Ruinen dann aber sehr schoen und fotogen. Ich bin inzwischen so bei Nr. 300 angekommen, das wird noch heiter :-)

Leider kommen wir zu spaet in Siem Reap an um noch nch Angkor rueberzufahren. Dafuer trifft mich aber ein anderer Schlag. Es ist hier wahnsinnig voll. Ueberall neue Hotels und Massen an Menschen ! In mir macht sich so eine ganz uebele Vorahnung breit ….

Das Hotel ist mal wieder eine Nummer zu gut, die Verhaeltnisse zum Leben draussen stimmen einfach zu oft gar nicht mehr …

Kompong Thom

Der Tag heute hat nichts. So ein typischer Transfertag, du sitzt im Bus und faehrst. Zum Gaehnen eben.

Zwischendurch besichtigen wir mal die alte Koenigsstadt Odong und fahren dann weiter zum Wat Nokor. Der wird allgemein als „kleines Angkor Wat“ bezeichnet, warum aber erschliesst sich mir nicht.

Am Nachmittag koennen wir noch eine Kautschukfarm und Fabrik besichtigen, dass ist schon bedeutend interessanter.

Nach der Dunkelheit kommen wir in Kampong Thom an und beziehen unsere Hotelzimmer. Da stellt sich dann heraus, dass das Hotel frueher mal das Headquarter der Khmer Rouge war. Also zur „Guten Nacht“ noch eine kleine Gruseleinlage …