Update zu „mein Kathmandu“

Namaste !

Ich habe mich seit Samstag bei Twitter angemeldet und verfolge dort aktuelle Berichte zweier Journalisten. Es lässt mir keine Ruhe und es ist noch viel viel schrecklicher als ich eh schon ahnte !

So viele Tote, so viele Verletzte, Untergang und Zerstörung…

Kathmandu, Patan, Bakthapur, Swajambunath  ein einziges Trümmerfeld. Die Stupa von Bodnath hat einiges abbekommen, aber es geht nach den Bildern die ich bei Twitter sah noch. Was mit den umliegenden Häusern ist, ich kann es nur ahnen. Der Rest von Nepal – es dringen zur Zeit kaum Nachrichten durch.

Denn das schlimmste werden die aus den Bergregionen sein. Alles stürzt sich derzeit auf die Everstregion, dabei ist schon klar das im Lamjung, Gorka und wohl auch in „meiner“ Annapurnaregion die Schäden an Mensch, Dörfern und Region gigantische Ausmasse haben werden. Allein es mangelt an verlässlichen Nachrichten derzeit. Bilder – mir graut davor.

Und was kaum einer im Moment sieht, die Regenzeit, der Monsun steht unmittelbar vor der Tür. Der war schon immer für die Bergregionen sehr unangenehm, ja gefährlich und immer mit Bergrutschen grossen Ausmasses verbunden. Und jetzt ? Wo schon sowieso alles nicht mehr hält …

Was ist mit den Touristen ? Nepal lebt vom Tourismus. Im Oktober ginge die Saison wieder los, wer wird jetzt noch nach Nepal fahren? Das wird auch ziemlich gefährlich sein, da werden die Bürgerkriegszeiten zu denen ich anfing dort hinzufahren ein Klacks gegen gewesen sein.

Ich habe jetzt bei Google eine Suchnachricht für Randhoj eingerichtet. 

Vorhin hat sich Unicef telefonisch (!) bei mir gemeldet, ich hatte dort im letzten Jahr mal Kontakt, um um eine Spende für Nepal zu bitten. Was ich daraus schliesse muss ich wohl kaum erklären.

Die Nepalhilfe Beilngries, Diamir, auch der DAV Summit Club haben inzwischen reagiert und informieren auf Ihren Sites soweit es geht.

Die Welt ist eben doch nebenan.

Namaste Nepal, Namaste Kathmandu … bis bald !

mein Kathmandu

Kathmandu Kathmandu Kathmandu

 Namaste !

Das waren unsere letzten Bilder von Kathmandu am 20.03.diesen Jahres kurz vor dem Heimflug. Da stand alles noch in dem so von mir/uns geliebten Chaos heile in der Gegend herum.

Seit heute vormittag ist alles anders.

Das Nepal, das Kathmandu, so wie ich es so liebe wird es in der Form nicht mehr geben. Wir haben vor fünf Wochen noch über ein eigentlich längst fälliges Erdbeben miteinander gesprochen, Anja, Joachim und ich. Da habe ich schon gesagt, dass die Baustruktur  ein größeres Beben nicht überstehen wird. Und irrerweise hat Anja noch vom wegradieren ganzer Berge geträumt … Nun ist es Wahrheit geworden, die Berge stehen wohl noch, aber der Rest ? Stündlich erhöhen sich die Opferzahlen, Bilder gibt es derzeit nur aus dem Kathmandutal und Kathmandu selbst. Erste Berichte aus der Everestregion lassen mich schlimmes auch für die Annapurnaregion ahnen.

Und ich kann nur hoffen das all die Jungs mit denen ich dort in den letzten 14 Jahren unterwegs war und deren Familien keinen Schaden genommen haben. Meinem alten Freund Randhoj habe ich eine Mail geschickt, wer weiss wann und ob er sie mal lesen kann …

In Gedanken an das nepalesiche Volk, ich bin so verdammt traurig.

Namaste Nepal, Namaste Kathmandu … bis bald !

Nix WorldPressFoto …

… my Holiday Press Foto – kurzum, das Foto dieses Nepalaufenthaltes schlechthin.

(natürlich von Anja :-) !)

at the Chitwan National Park

So, damit beschliesse ich die Nepalreise hier im Blog, die unvermeidliche Fotogalerie folgt noch in der nächsten Zeit.

Wende ich mich nun auch mal wieder anderen Dingen zu :-) …

Kathmandu

Im Osten nichts neues.

Heute noch der zur schönen Tradition gewordene Abschiedsbesuch in Bodnath, diesmal ohne dieses schlimme Gefühl vielleicht nicht mehr herzukommen, „heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage…“

Namaste Nepal, Namaste Kathmandu :)

For Subba – we meet next Time my old Friend !

And for the Rest – meet you at the Jesse James Bar, Thamel, Kathmandu !

Essen

So, jetzt aber ein Einblick in die  kulinarischen Seiten unserer Buddhafahrt (sprich Butterfahrt). Natürlich gehört das Tässchen Kaffee (überall organic) genauso wie Marsala Tea (ein einheimischer Gewürztee mit Milch und sehr süss) zum Programm der Tour dazu. in aller Kürze hier mal eine Übersicht über die Essgewohnheiten von Lady Anjapurna (Ladies first), Lord Love and Master Peace: Breakfast with scrambled eggs, toast, fruits, yoghurt and cheese, drinks whatever we like. Ok das ist nichts Besonderes. Aber jetzt: In manchen Häusern bekommen wir schon früh um 7 Uhr (jaaaa hier ist bald raus aus den Federn angesagt, wir sind schliesslich die Nepal Explorer Group)  Kichererbsen in Marsalasosse, gekochte Kartoffeln mit Paprika, Zwiebeln in Currysosse, Naan- und Rhotibrot. Herzhaft frühstücken, das ist mein Ding! So gestärkt steigen wir ein in unseren Buddhatourbus – ein Auto mit Stern. Unser Chaffeur ist superstolz einen von den insgesamt fünf Mercedesbussen zu fahren, die es in Kathmandu gibt. Nach wahlweise gefühlten fünf Stunden Stau oder einer der wahnwitzigen Taxifahrten auf dem Weg von Kathmandu hinaus auf die Hügel und rein in die Tempelanlagen, meldet sich dann doch früher oder später bei dem einen oder anderen Teilnehmer – nachdem Hunger und Durst nach Wissen um die fremde Kultur gestillt sind – der echte Appetit. Das heisst, rauf auf das Restaurant mit roof top und schnell einen Snack bestellen. Vegetarian Pakoda oder Jörgs erklärtes Lieblingsessen Chicken Chilly, ersteres ist Saisongemüse in einer Art Rösti verarbeitet. Chicken Chilly ist, wie der Name vermuten lässt, Hühnchen in einer scharfen bis sehr scharfen Marinade. Master Peace Joachim bevorzugt vegetable Momo, Reis oder Nudeln mit Huhn oder Buff (Büffel) und Pizza Cheese. Auch ich esse ab und zu ein Stück Huhn! In den Bergen konnte ich sehen, wie der Chef des Hauses mit dem Hackebeilchen im einen und einem proper und gesund aussehendem Huhn im anderen Arm im Stall verschwand. Ihm folgten wenig später zwei Mädels mit kochendem Wasser in ihren Eimern. Wer vom Land kommt, weiss, welches Ritual von statten ging. Angesichts  der Tatsache, dass die meisten Hennen und Hähne, die ich auf der Reise gesehen habe, glücklich wirkten im Hier und Jetzt, habe ich kein schlechtes Gewissen. Zuhause kaufe ich nur vom Biobauern, Chickennuggets oder -wings, da bekomme ich die Krise, das geht gar nicht! Na gut, bevor ich ins Detail rund um Tierhaltung gehe (ausserdem will Jörg so langsam sein iPad zurück) hier noch ein paar Leckereien: Chicken Sekuwa, Garlic Soup (in den Bergen jeden Abend!), Malai Kofta, Dhal Bat ( natürlich!), Sabnam Curry… Mahlzeit! 

by Anjapurna

Donner und Blitz

Noch mal was zur Royal Enfield: Gestern, im Hotel Country Villa in Nagarkot, am Abend, hörten wir ein Donnern. Weil der Himmel sich zugezogen hatte im Lauf des Nachmittags waren wir felsenfest davon übereugt, dass wir in den Hügeln (wir übernachteten schliesslich auf nur knapp 2000 Metern Höhe) ein Gewitter erleben. Das hätte mich gefreut, denn ich finde Gewitter mit richtig viel Donner und Blitz nach einem heissen Tag und in der Gewissheit im Trockenen zu sitzen, wunderschön. Von der Lounge aus ging der Blick ins Tal bis hin zu den Bergen, das wäre nicht schlecht gewesen als Aussichtspltz für die Gewalten am Himmel. Weit gefehlt! Kein Regen, kein Blitz, kein Donner mehr. Am anderen Morgen strahlend blauer Himmel und Abreise. Vor der Türe zehn Motorräder der Marke Royal Enfield – unser Donnergrummeln. Das gefällt mir an dem süssen kleinen Ding, es ist laut wie eine Grosse. Ja, ich sag das frei weg, hört sich an wie die Road King. Ich sags ja immer: A motorcycle is a thing that makes you happy! Rooarrummrumm!



by Anjapurna

Nargarkot – Kathmandu

Sunrise at 06.15

Danach wieder nach Kathmandu, rein ins Chaos.

Die beiden anderen Chiefs sind einkaufen, ich sitz im Cafe und werde Lord Buddha heute einen ziemlich guten Mann sein lassen.

Morgen besuchen wir Pashupatinath und natürlich noch einmal Bodnath. Es gibt Rituale die müssen einfach sein.

Ommmmmmmmm :-)