Nepals Frieden

Aus aktuellem Anlass hier mal ein Bericht der Zeitschrift Geo aus 08/07 über die schwierige Mission in Nepal Frieden herzustellen.

Gut recherchiert, gut geschrieben – ist auch ohne Hintergrundwissen sehr verständlich.

Text von Ariel Hauptmeier

“Nepal: In stiller Mission

Frühjahr 2005: Das Himalaya-Königreich Nepal steht am Abgrund. Eine maoistische Guerilla beherrscht weite Teile des Landes. Der König führt ein brutales Regiment. Demokratische Parteiführer sind unter Hausarrest gestellt. Da beginnt ein Schweizer Sonderbeauftragter, hinter den Kulissen die Chancen für Friedensgespräche auszuloten. Hilft den Todfeinden, aufeinander zuzugehen ….”  (weiterlesen)

Kathmandu

Die letzten Tage sind angebrochen. Hier ist es uebrigens prima warm, die Sonne scheint den ganzen Tag und alles ist schoen – na ja, eben fast alles, aber ich berichtete bereits.

So beginnt heute unsere Abschiedstour durch Kathmandu.

Gestern noch Patan (Museum) und Bodnath, heute morgen als Deutschland noch schlief (wir sind hier 04.45 Std. vor eurer Zeit) waren wir unterwegs nach Pashupatinath, dem hinduistischen religioesen Zentrum Kathmandus. Gleichzeitig einer der grossen Verbrennungsplaetze. Das schwarzhaarige Maedchen wollte natuerlich auch hier mal einen Blick werfen. Ein Ort, den man ganz gut von einem Huegel aus beobachten kann, ich muss wirklich nicht an kohlenden Leichen vorbeilaufen. Unser Taxifahrer setzt uns aber prompt an der falschen Stelle raus, also dann mitten durch. Bizarr wird es aber erst, als uns einer der selbsternannten Guides durch die brennenden Leichen fuehren will (“we go clockwise, than you can see the burning Bodys”). Brrrr …
Mein Laune ist kurzfristig am Nullpunkt. Das am fruehen Morgen. Wir retten uns auf das entgegenliegende Ufer des Bagmathi und schauen uns dann doch die Szene von oben an. Zurueck muessen wir da dann nochmal durch – es reicht jetzt. Hier hab ich mich schon immer unwohl gefuehlt, nicht wegen der Verbrennungen, die sind ja hier normal, eher wegen der Menschenmassen, die sind mir einfach suspekt in dieser Lage. Wir schauen ja zuhause auch nicht mal eben auf einen Sprung am Krematorium vorbei ….

Dann nach Bodnath, das versoehnt dann wieder. Wir trinken Tee, schauen auf die Mengen an Leuten, die an der Stupa vorbeigehen, betend, singend oder schwatzend und fuehlen uns wohl. Ein Ort des Friedens ! Oben sitzen wir dann in der Sonne und geniessen die Musik und das Treiben ringsherum. Nachher werden wir die restlichen “Kilo” :-) in Thamel einkaufen gehen, den Nachmittag wollen wir lesend im Hotelgarten verbringen. Irgendwann reicht es, so viel kann man gar nicht verarbeiten, ein wenig Ruhe kann ganz schoen sein.

Morgen frueh gehen wir nochmals ins Patan Museum, dann werden wir um 16.00 Uhr zum Flugplatz gekarrt, bald sind wir wieder zuhause – dabei koennten wir hier noch Wochen in den Bergen verbringen, na dann eben naechstes Jahr ….

Namastee und Tashi Delek :-) !!!

Kathmandu – like a Sherpa

Morgens fahren wir erstmal zum “Monkeytempel” – Swayambunath. Hier wimmlt es von Affen, ueberall grosses Gekreisch (kenn ich doch noch von Zuhause her, da war doch mal was !?). Hoch ueber Kathmandu ist die Aussicht heute etwas getruebt, Smog und Nebel tun ihren Dienst. Das schwarzhaarige Maedchen ist mal wieder begeistert, langsam wird es unheimlich …

Danach fahren wir nach Thamel zum shoppen. Eingeweihte konnen sich lebhaft vorstellen wie der Tagesrest aussah. Und ich war der Sherpa, auf meinem Rueckem wurden kiloweise “Kleinigkeiten” geladen … Nur meine Figuren bekomme ich nicht so wie ich will. Den Vajraphani schon gar nicht, auch die “bestellten” Figuren krieg ich nirgends, ich versuch es morgen in Patan nochmal. Auch die Schneider haben gerade Preisvorstellungen die ans laecherliche reichen. Anscheinend muessen die ihren Jahresverdienst jetzt schon an den paar Touristen (die Sasion hat noch nicht richtig angfangen) hier reinholen. Dann eben nicht ….

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Kathmandu – der Flug zum Everest

Wir stehn um fuenf auf, ich krank aber in freudiger Erwartung des Berges der Berge, Melli schon aufgeregt !

Aus der Gruppe kommt Dorothea ebenfalls mit. Ein sehr angenehmer Mensch, neben den zwei jungen Herren die anschliessend zum Everest trekken, die einzige in der Gruppe. Aber das reicht auch vollkommen. Und Leute, die ihre Perlenketten mit nach Nepal nehmen, fand ich schon immer suspekt ….

Um fuenffuenfundvierzig werden wir abgeholt und zum Flugplatz gefahren. Die Leute von Intrek reissen sich echt den A…. fuer uns auf ! Wir haben alle Fensterplaetze bekommen, ein weiteres Indiz dafuer. Warten muessen wir schon noch, das einchecken laeuft ein wenig chaotisch aber dann geht es los.

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Pokhara – Kathmandu

Um 6.30 Uhr geniesse ich nochmal den Sonnenaufgang am Pewasee mit Ausblick auf die Berge. Heute sitze ich frueh genug hier und kann miterleben wie die Machapuchre Spitze in der Morgensonne anfaengt zu “brennen”. Dann kommen auch die anderen dazu, zum Schluss der maechtige Dhauagiri.
Ach ist das schoen !!

Bis zum Abflug haben wir noch ein wenig Zeit, alle sitzen am See und schauen einfach nur. Welch ein Panorama, welch ein Blick, wie maechtig diese Berge sind, wie klein wir Menschen ….

Am Flugplatz geht alles ganz ruhig, wir muessen wegen Nebel in Kathmandu noch auf die Maschine (Jetstream 41) warten. Aber dann sitzen wir doch drinne, die Porpeller fangen an zu droehnen, langsam rollen wir zur Startposition. Dann ein bruellen der Motoren, Bremsen frei und ab geht die Post. Ein steiler Aufstieg, wir schauen alle nach links zu den Bergen, die uns nun bis nach Kathmandu linke Seite begleiten werden. Der Anflug ist harmlos, an der Stupa von Bodnath vorbei und schon sind wir unten. Und nicht abgestuerzt !!

Im Hotel organisiere ich erstmal den “Everestflug”, morgen frueh geht es schon dorthin. Mittags laufe ich mit dem schwarzhaarigen Maedchen nach Patan, Melli bekommt den Mund nicht mehr zu. Wir gehen die mir schon bestens bekannte Patan- Hinterhof-Tour, bis zum “Golden Temple”. Danach suche ich das Geschaeft mit den Figuren, habe ich doch auch etwas auf der Einkaufsliste. Doch der hat zu. Und die schrecklichen Geisterfiguren, die ich mitbringen soll, finde ich nirgends. Von meinem Vashrapani ganz zu schweigen. Das kann nicht wahr sein, zusaetzlich fuehle ich mich moerdersch… erkaeltet. Das hebt meine Laune nicht wirklich.

Abends ein Farewell Essen im Dechenling, mjam mjam mjam …

Dann noch ein naechtlicher Kurzbummel durch Thamel, Melli steht kurz vorm Kaufkollaps ….

Und nun ab ins Bett, um fuenf Uhr ist Tag ….