Nepal 2007

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Aus aktuellem Anlass hier mal ein Bericht der Zeitschrift Geo aus 08/07 über die schwierige Mission in Nepal Frieden herzustellen.

Gut recherchiert, gut geschrieben – ist auch ohne Hintergrundwissen sehr verständlich.

Text von Ariel Hauptmeier

“Nepal: In stiller Mission

Frühjahr 2005: Das Himalaya-Königreich Nepal steht am Abgrund. Eine maoistische Guerilla beherrscht weite Teile des Landes. Der König führt ein brutales Regiment. Demokratische Parteiführer sind unter Hausarrest gestellt. Da beginnt ein Schweizer Sonderbeauftragter, hinter den Kulissen die Chancen für Friedensgespräche auszuloten. Hilft den Todfeinden, aufeinander zuzugehen ….”  (weiterlesen)



Makalu, originally uploaded by joerg.liebe.


und da waren es nur noch sechs …

Mam’ …



Mam’ :-), originally uploaded by joerg.liebe.


Mam’ … :-)



Chitwan National Park, originally uploaded by joerg.liebe.


Impressionen unserer Kanufahrt



Machapuchre, originally uploaded by joerg.liebe.


des Morgens zum Wachwerden, ohne Worte …

Kinder aus Nepal



Kinder aus Nepal, originally uploaded by joerg.liebe.


wie schon mal geschrieben, die schoensten Begegnungen erkennt man erst spaeter einmal …

Kathmandu

Die letzten Tage sind angebrochen. Hier ist es uebrigens prima warm, die Sonne scheint den ganzen Tag und alles ist schoen – na ja, eben fast alles, aber ich berichtete bereits.

So beginnt heute unsere Abschiedstour durch Kathmandu.

Gestern noch Patan (Museum) und Bodnath, heute morgen als Deutschland noch schlief (wir sind hier 04.45 Std. vor eurer Zeit) waren wir unterwegs nach Pashupatinath, dem hinduistischen religioesen Zentrum Kathmandus. Gleichzeitig einer der grossen Verbrennungsplaetze. Das schwarzhaarige Maedchen wollte natuerlich auch hier mal einen Blick werfen. Ein Ort, den man ganz gut von einem Huegel aus beobachten kann, ich muss wirklich nicht an kohlenden Leichen vorbeilaufen. Unser Taxifahrer setzt uns aber prompt an der falschen Stelle raus, also dann mitten durch. Bizarr wird es aber erst, als uns einer der selbsternannten Guides durch die brennenden Leichen fuehren will (“we go clockwise, than you can see the burning Bodys”). Brrrr …
Mein Laune ist kurzfristig am Nullpunkt. Das am fruehen Morgen. Wir retten uns auf das entgegenliegende Ufer des Bagmathi und schauen uns dann doch die Szene von oben an. Zurueck muessen wir da dann nochmal durch – es reicht jetzt. Hier hab ich mich schon immer unwohl gefuehlt, nicht wegen der Verbrennungen, die sind ja hier normal, eher wegen der Menschenmassen, die sind mir einfach suspekt in dieser Lage. Wir schauen ja zuhause auch nicht mal eben auf einen Sprung am Krematorium vorbei ….

Dann nach Bodnath, das versoehnt dann wieder. Wir trinken Tee, schauen auf die Mengen an Leuten, die an der Stupa vorbeigehen, betend, singend oder schwatzend und fuehlen uns wohl. Ein Ort des Friedens ! Oben sitzen wir dann in der Sonne und geniessen die Musik und das Treiben ringsherum. Nachher werden wir die restlichen “Kilo” :-) in Thamel einkaufen gehen, den Nachmittag wollen wir lesend im Hotelgarten verbringen. Irgendwann reicht es, so viel kann man gar nicht verarbeiten, ein wenig Ruhe kann ganz schoen sein.

Morgen frueh gehen wir nochmals ins Patan Museum, dann werden wir um 16.00 Uhr zum Flugplatz gekarrt, bald sind wir wieder zuhause – dabei koennten wir hier noch Wochen in den Bergen verbringen, na dann eben naechstes Jahr ….

Namastee und Tashi Delek :-) !!!

Morgens fahren wir erstmal zum “Monkeytempel” – Swayambunath. Hier wimmlt es von Affen, ueberall grosses Gekreisch (kenn ich doch noch von Zuhause her, da war doch mal was !?). Hoch ueber Kathmandu ist die Aussicht heute etwas getruebt, Smog und Nebel tun ihren Dienst. Das schwarzhaarige Maedchen ist mal wieder begeistert, langsam wird es unheimlich …

Danach fahren wir nach Thamel zum shoppen. Eingeweihte konnen sich lebhaft vorstellen wie der Tagesrest aussah. Und ich war der Sherpa, auf meinem Rueckem wurden kiloweise “Kleinigkeiten” geladen … Nur meine Figuren bekomme ich nicht so wie ich will. Den Vajraphani schon gar nicht, auch die “bestellten” Figuren krieg ich nirgends, ich versuch es morgen in Patan nochmal. Auch die Schneider haben gerade Preisvorstellungen die ans laecherliche reichen. Anscheinend muessen die ihren Jahresverdienst jetzt schon an den paar Touristen (die Sasion hat noch nicht richtig angfangen) hier reinholen. Dann eben nicht ….

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Wir stehn um fuenf auf, ich krank aber in freudiger Erwartung des Berges der Berge, Melli schon aufgeregt !

Aus der Gruppe kommt Dorothea ebenfalls mit. Ein sehr angenehmer Mensch, neben den zwei jungen Herren die anschliessend zum Everest trekken, die einzige in der Gruppe. Aber das reicht auch vollkommen. Und Leute, die ihre Perlenketten mit nach Nepal nehmen, fand ich schon immer suspekt ….

Um fuenffuenfundvierzig werden wir abgeholt und zum Flugplatz gefahren. Die Leute von Intrek reissen sich echt den A…. fuer uns auf ! Wir haben alle Fensterplaetze bekommen, ein weiteres Indiz dafuer. Warten muessen wir schon noch, das einchecken laeuft ein wenig chaotisch aber dann geht es los.

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Um 6.30 Uhr geniesse ich nochmal den Sonnenaufgang am Pewasee mit Ausblick auf die Berge. Heute sitze ich frueh genug hier und kann miterleben wie die Machapuchre Spitze in der Morgensonne anfaengt zu “brennen”. Dann kommen auch die anderen dazu, zum Schluss der maechtige Dhauagiri.
Ach ist das schoen !!

Bis zum Abflug haben wir noch ein wenig Zeit, alle sitzen am See und schauen einfach nur. Welch ein Panorama, welch ein Blick, wie maechtig diese Berge sind, wie klein wir Menschen ….

Am Flugplatz geht alles ganz ruhig, wir muessen wegen Nebel in Kathmandu noch auf die Maschine (Jetstream 41) warten. Aber dann sitzen wir doch drinne, die Porpeller fangen an zu droehnen, langsam rollen wir zur Startposition. Dann ein bruellen der Motoren, Bremsen frei und ab geht die Post. Ein steiler Aufstieg, wir schauen alle nach links zu den Bergen, die uns nun bis nach Kathmandu linke Seite begleiten werden. Der Anflug ist harmlos, an der Stupa von Bodnath vorbei und schon sind wir unten. Und nicht abgestuerzt !!

Im Hotel organisiere ich erstmal den “Everestflug”, morgen frueh geht es schon dorthin. Mittags laufe ich mit dem schwarzhaarigen Maedchen nach Patan, Melli bekommt den Mund nicht mehr zu. Wir gehen die mir schon bestens bekannte Patan- Hinterhof-Tour, bis zum “Golden Temple”. Danach suche ich das Geschaeft mit den Figuren, habe ich doch auch etwas auf der Einkaufsliste. Doch der hat zu. Und die schrecklichen Geisterfiguren, die ich mitbringen soll, finde ich nirgends. Von meinem Vashrapani ganz zu schweigen. Das kann nicht wahr sein, zusaetzlich fuehle ich mich moerdersch… erkaeltet. Das hebt meine Laune nicht wirklich.

Abends ein Farewell Essen im Dechenling, mjam mjam mjam …

Dann noch ein naechtlicher Kurzbummel durch Thamel, Melli steht kurz vorm Kaufkollaps ….

Und nun ab ins Bett, um fuenf Uhr ist Tag ….

Pokhara

Heute Nacht hat es geregnet, beste Aussichten.

Als ich jedoch nach dem Duschen mal eben vor die Tuer gehe ist offener Himmel, die Sonne ist schon aufgegangen. Wie von der Tarantel gestochen springe ich um die Ecke – und da steht er, voll in der Morgensonne – Machapuchre (6997m NN) !!

Da schiessen mir schon die Traenen in die Augen, auf diesen Anblick habe ich jetzt seit gut fuenf Jahren gewartet. Nach einigen ruhigen Momenten hole ich die Kamera, das schwarzhaarige Maedchen ist ein wenig verwundert ob meine Gefuehlsausbrueche, traegt es aber mit Fassung. Auch sie ist von dem Ausblick begeistert. Wir sehen von hinten angefangen den Dhaulagiri, Annapurna Sued mit Hinchuli, Machapuchre, Annapurna II & IV und den Anfang der Manaslu Kette.

Und das zum Fruehstueck !

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Ups ! Heute morgen entpuppen sich die Koreaner als Thai. Sehr erstaunlich, hat man solche ein Verhalten wie gestern abend bei diesen Leuten eher nicht vermutet. Man lernt nie aus …

Fuer die Strecke nach Pokhara, ca. 160 km, werden wir heute dann 8 Stunden mit Pause brauchen. Der Siddharta Highway ist nicht ganz so komfortabel.

In Tansen machen wir Pause, hier kommt so gut wie nie ein Tourist hin. So ist alles auch sehr urspruengklich, wie eine grosse Nepalesische Stadt eben urspruenglich sein kann. Wir marschieren ein wenig einen Huegel herauf, von dort oben haben wir eine fantastische Sicht auf das Annapurna und Manaslu Himal. Auch mein schoenster, der Machapuchre, ist zu sehen !

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Lumbini

Heute morgen geht es vor der Fahrt nach Lumbini erstmal zum Dschungelspaziergang los. Danach muss ich mich ein wenig ueber einige Damen und Herren sehr aelteren Semesters aergern, eine Studiosos Gruppe, die wohl ohne Strom und warmes Wasser keinen Tag auskommen koennen. Hmmm, dann bleibt doch einfach wech ….
Denn wenn selbst mein schwarzhaarige Maedchen dass schafft …

Beim anschliessenden Fruehstueck errege ich grosse Heiterkeit ob meines “Om” T-Shirts, heute ist Shiva’s Geburtstag. Dementsprechend sind im ganzen Lande grosse Feierlichkeiten angesagt.

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Chitwan

6 Stunden Fahrt per Bus zum Chitwan National Park – das nervt wieder. Nicht nur mich …

Und es schuettet !!

Die Ankunft gestaltet sich dann aber um so freundlicher. Erstmal gibt es ein grosses “Hallo”, Ram und Duki haben mich gleich wiedererkannt. So ganz haben sie meine Ankuendigung vom September wohl nicht fuer voll genommen, aber wenn ich mir mal was in den Kopf setze …

Auch das scharzhaarige Maedchen hat inzwischen nach anfaenglichen Herzattacken ob des Chaoses hier viel Freude, die kommt jetzt hier im Chitwan so richtig raus. Trotz fehlendem Stromes und Heizung auf dem einfachen Zimmer ist sie kaum zu bremsen.

So sitzen wir auch schnell auf einem Elefanten und reiten raus in den Dschungel, kaum das wir unser Zimmer mal kurz sahen. Die Ausbeute ist zwar fuer mich relativ gering (siehe “Nepal 2006″), aber immerhin, mehrere Antilopen und Rehe und ein Rhino sind schon dabei. Von den unzaehligen Affen mal ganz zu schweigen.

Ach ja, die Sonne brennt inzwischen !!

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Hurra,

wir leben noch !!

Nein, kein Krokodil, kein Tiger oder sonstiges Viechzeugs hat sich an uns delektiert.

Es hatte nur so seine Kommunikationsprobleme hier in Nepal,

“No Internet is working, we have no Elektricity overhere” and so on …

also jetzt der Reihe nach :-) …

Hurra, wir leben noch !!

Nach leicht nervigem Flug wurden wir von Randhoj mit Blumengirlanden begruesst. Und dann begannen die Aenderungen. Er geht morgen mit einer Truppe zum Poon Hill, wir fahren heute erst zum Chtiwan National Park und dann nach Pokhara. Es gibt wieder zuviele Touristen, alle wollen nach Pokhara fliegen, also muessen wir mal umdisponieren …

Und – es regnet !

Egal, meinem schwarzhaarigen Maedchen geht es gut, mir auch. Die ersten Meter waren fuer Melli in Kathmadu eine echte Herausforderung, aber trotz Vorwarnung fand sie das Chaos ganz lustig. Na dann aber …

Wir schreiben dann wieder aus Pokhara, wenn uns nicht der Tiger frisst …

Das schwarzhaarigen Mädchen und ich fahren gleich los,
alles ist gepackt, verstaut, und wir harren der Dinge, die in den nächsten zwei Wochen auf uns zukommen …

:-)

Wir melden uns dann aus Nepal …

sind das schwarzhaarige Mädchen und ich auf dem Weg ins gelobte Land, wenn nichts aufregendes mehr passiert !!

Die Tickets sind angekommen, die Liste für den Freund zusammengestellt, auch die Einkaufsliste für Kathmandu ist fertig.

Kartenwünsche werden ab sofort entgegengenommen und dann auch vor Ort verschickt, manche vielleicht auch unaufgefordert, selbst wenn sie nur als “Zeichen der Eitelkeit” gewertet werden :-) ….

Countdown

Große Ereignisse werfen ihre ersten Schatten voraus !!

Noch 40 Tage bis zum Abflugtag, die Visaanträge sind heute rausgegangen, und das schwarzhaarige Mädchen (leicht nervös) und ich harren der Dinge die da kommen mögen …

Aus Kathmandu kommen die ersten e-Mails mit den Anfragen nach wann und wohin – kurzum, alles wird gut :-)

ommmmm ….

… wer mich kennt, der weiß, mit wieviel Freude ich alleine den Umstand der Unterzeichnung aufnehme !

.
Auch wenn wie immer gerade in Nepal nur sicher ist, dass nichts sicher ist, so kann man doch nun ein wenig davon ausgehen, dass die Dinge friedlicher Natur ins Rollen kommen.

.
D. h. auch, mehr Touristen, mehr Geld für die notleidende Bevölkerung, keine Maschinengewehrnester mehr entlang der Trekkingrouten, keine Unmengen an schwerbewaffneten Soldaten mehr in Kathmandu und anderen Orten (da mußte man sich erstmal dran gewöhnen) …

… und leider auch wieder übervölkerte Trekkingpfade, zuviel Leute unterwegs, volle bis übervolle Lodges …
(aber bitte, dass nur aus dem Auge des Betrachters – den wirklich größtenteils bitterarmen Leuten und dem Lande wird es wohl helfen)

Den genauen Bericht findet Ihr hier

Ach ja, und dem wahnsinnigen König geht es wohl auch an den Kragen !!

Na dann – Tashi Delek !!

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