Heimatliebe

“Der Himmel auf Erden

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Er lebt am schönsten Platz im Universum – deshalb braucht der Rhöner keine Flügel.

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Zum Glück hat der Herrgott dem Rhöner keine Flügel verliehen. Der für seine Sturheit und (nach eingehender Prüfung) Treue bekannte Landsmann würde glatt abheben vor Glückseligkeit. Natürlich braucht der Rhöner sie nicht, die Flügel, denn er weiß, er hat den Himmel auf Erden.
Die meisten Einheimischen würden den Brief, auf dem zu lesen ist, die Rhön sei die schönste Region im Land nicht unterschreiben. Sie sind überzeugt, dass das Land der offenen Fernen der schönste Platz im Universum ist. Ein Blick vom Kreuzberg, dem heiligen Berg der Franken offenbart, was denen, die noch nie einen Fuß in die Landschaft gesetzt haben, verwehrt bleibt: Freude und Herzklopfen pur angesichts der sanften Hügel der Mittelgebirgslandschaft, die einst von feurigen Vulkanen gebildet wurden. Dem Fremden mag das Herzklopfen vielleicht auch vom Anstieg über die vielen Stufen zum Kreuzberg hinan kommen, dann ist er nicht geübt, nicht sportlich genug und sollte den Weg öfter gehen. Früher – so erzählen es sich die alten Rhöner – kniete man auf jeder Stufe nieder und es musste ein Vater unser gen Himmel gesendet werden. Wer dergleichen unternimmt, kommt natürlich entspannter am Gipfel in über 900 Metern Höhe bei den drei Kreuzen an. Wahlweise lässt sich ein sagenhafter Blick auch vom Turm am Schloss Saaleck in Hammelburg, vom Bismarckturm in Bad Kissingen, von der Lichtenburg oder Kirchenburg in Ostheim vor der Rhön genießen.

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Daheim ist es am schönsten

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Wie die Touristen, waren auch schon nicht wenige Rhöner unterwegs, in der fernen weiten Welt oder auch nur im Nachbarlandkreis – auch wenn man von anderen Ländern, Sitten und Gebräuchen begeistert sein kann – die meisten winken ab, denn daheim ist es am schönsten. Daheim, das sind die vielen mit fränkischem Fachwerk versehenen kleinen Dörfer, die sich in Felder, Wiesen, Wälder einfügen. Das sind die Kurstädte im Landkreis Bad Kissingen mit Bad Kissingen, Bad Brückenau und Bad Bocklet und im Landkreis Rhön-Grabfeld Bad Neustadt und Bad Königshofen. Weitläufige, gepflegte Kuranlage und Heilwasser gibt es überall hier. Es lohnt sich von den Quellen zu kosten und dabei noch die eine oder andere Sehenswürdigkeit besuchen. In Bad Kissingen kann man sich sicher sein, Wege zu gehen, die bereits gekrönte Häupter beschritten. Kaiser, Könige und andere illustre Gesellschaften verbrachten ihre Zeit im Weltbad um gesund zu werden oder um Politik zumachen, zu komponieren, zu dichten oder architektonische Höchstleistungen wie
den Regentenbau zu vollbringen. Kulturinteressierte treffen sich hier bei Konzerten vom „Kissinger Sommer“, dem internationalen Musikfestival, das im Juni beginnt und dieses Jahr Besuch von Nigel Kennedy bekommt.
In Bad Kissingen steht auch die älteste Wandelhalle Europas, wer will kann das Heilwasser unter den offenen Arkaden trinken oder einen Kaffee zu sich nehmen. Frisch gestärkt mit der einen oder anderen fränkischen Köstlichkeit vom Rhöner Weiderind oder der Forelle und so weiter und so fort, lässt sich die Freizeit gleich besser angehen. Apropos Forelle: Die Region Rhön Saale lässt sich herrlich vom Boot aus entdecken, fast von der Quelle der rund 140 Kilometer langen Fränkischen Saale im Rhön-Grabfeld bis zurMündung bei Gemünden – hier fließt das Flüsschen in den
Main – ist es möglich paddelnd die Landschaft zu erleben. Besonders rund um Hammelburg lockt der Stopp – nicht nur an der Bootsanlegestelle – mit dem Genuss von einem Glas Wein. An den Weinbergen in Hammelburg, Ramsthal, Sulzthal und Wirmsthal gedeihen auch Biotrauben, derenWinzer schon etliche Preise mit ihrem Rebensaft erringen konnten. Sehenswert sind auch die die Museen, die Herrenmühle in Hammelburg, die Museen Schloss Aschach, hier lebte bis in die 1950er Jahre die Grafenfamilie von Luxburg, oder das Fränkische Freilandmuseum in Fladungen. Hier befinden sich in der Nähe die
Rhönstädtchen Bischofsheim, Ostheim oder Oberelsbach. Freizeitmöglichkeiten gibt es schier endlos: Von Angeln über Bildstockwanderungen, zu Golf spielen, Schwimmen, Reiten, Wandern (auch auf dem legendären Hochrhöner) bis hin zum Wintersport reicht das Repertoire.
Klar kann man die Gegend mit dem Auto oder Motorrad erfahren, sportlicher ist dann aber doch, das E-Bike zu nutzen. Man kann die Zweiräder ausleihen bei der Villa Spahn beispielsweise, hier lässt sich wunderbar nach einem ereignisreichen Tag in rückengerechten Betten neuen Abenteuern entgegen schlummern.
Bis Oktober verleihen Anna Krug und ihr Team Elektrofahrräder der Marke Swiss-Flyer – eine Probefahrt ist jederzeit möglich. Vom Main bis zur Rhön sorgen zahlreiche Akku-Wechsel- Stationen für stressfreies
Radfahren. Wer per Pedes unterwegs sein will und wem es mit menschlichen Weggefährten zu langweilig ist, der kann auf tierische Gesellschaft bauen. Pferde, Lamas, Alpakas und Ziegen besiedeln den Hof der „Orenda Ranch“ in Burglauer und begleiten nach Absprache bei einer Tour durch die Rhön.”

AnjaVorndran / Bad Kissinger Anzeiger

Brückentourismus

Und dann noch nach …


und zum Telegraf Hill.



Und jetzt tun die Füsse ein wenig weh, das ist eine der Begleiterscheinungen in San Francisco. Das Auto bleibt stehen wo immer möglich, die 35,-$ Parkgebühren pro Tag am Hotel reichen dann wohl auch! Downtown ist’s noch teurer. 

Apropos teuer – die Preise haben sich inzwischen im Gegensatz zu vor drei Jahren zum Teil veranderthalbfacht, mindestens. Wobei die Qualität sich zum Teil dann gleich verminusanderthalbfacht hat. Mindestens! Das härteste Beispiel ist das Hard Rock Cafe, so einen Irrsinn haben wir noch nicht erlebt – 7,95$ für ein Bier, für Softdrinks oder Cocktails werden in der Karte keine Preise genannt, ebenso nicht für die Sonderburgerkarte, dafür kostet ein normaler Cheeseburger mal gleich 17,95$ ( ohne Sideorders!) Darauf noch Taxes und das (aber überall) vollkommen überzogene Tip mit 15-20%! Da kann wer des rechnen mächtig mal locker kurz überlegen … Dazu ist die Bude extrem laut; wir sind dann einfach aufgestanden und gegangen. Trotz 20 min. auf den Tisch warten. Dasselbe Spiel bei den in der Heimat gewünschten T-Shirts. Billigster, dünnster Stoff, ab ca. 30,-$, Auswahl gegen Null – Wahnsinn! Wir haben es dann auf die versprochenen und dabei best beschaffbare Qualtiät beschränkt, und auf Nichtwiedersehen …

Gespeist haben wir dann doch noch, super gut mit allem Vor und Zurück 250 mtr. weiter im Boudinis :-) 

Der geneigte Besucher kann hier aber auch ganz normal zum Essen ausgehen, es gibt sagenhaft viele gute bezahlbare Restaurants am Strassenrand, gar kein Problem. Bloss an den Docks ist es sagen wir mal schwierig. Morgen gehen wir nochmal ins Organic Cafe, das haben wir in SF immer fest eingeplant, little Italie kommt beim nächste Besuch dran. 

Und beim nächsten Mal fangen wir mit sehr sehr viel mehr Zeit in SF an !