Enjoy the Silence

Nach langem langem Warten, von Juni bis gestern Abend, war es dann soweit.

Das schwarzhaarige Mädchen und ich machten uns auf den Weg um mit gefühlten und geschätzten 60.000 anderen Depeche Mode zu erleben. Das Stadion war, wie sagt man so schön, gerammelt voll, die Hitze aufgrund des geschlossenen Daches vom feinsten, von anderen Gerüchen mag ich gar nicht sprechen :-)

Der Weg zu diesem wahrlichen Genuss gestaltete sich ein wenig schwierig. Stau ab Mitte der A 52 bis exakt zum Stadion im Schritttempo, wir haben 2,5 Stunden bis dahin gebraucht. Somit hatten wir nicht das Vergnügen uns mit der Vorgruppe anfreunden zu können oder auch nicht – im allgemeinen kein Verlust. Sollte also jemand der geneigten Leserschaft darüber berichten können – bitte sehr, gerne !

Eine halbe Stunde vor Konzertbeginn die gebuchten Plätze einnehmen zu können hat aber auch was. So hatten wir ganz oben auf der Südtribüne sitzend (und hinterher stehend) einen schönen Überblick über die wogenden Menschenmassen im Innenraum, über die stehenden auf den Rängen, es war schaurig schön. Und diese Bewegungen fingen schlagartig mit dem erlöschen des Stadionlichtes an und hörten erst zum Schluss wieder auf. Es war fantastisch, die Gesänge des Publikums, die sogar einmal ein Lied sprengten weil die Menge noch das vorherige sang – Depeche Mode haben dann erstmal singen lassen. Auch für einen Menschen wie mich, der wahrlich nicht alle Lieder kennt und erkennt, der wenn dann immer noch mit “Dressed in Black” verbunden ist (haben sie natürlich nicht gespielt :-( !) war es ein tolles Schauspiel. Und ganz besonders lächeln mußten wir als eine Damenriege hinter uns bei einem der langsameren Stücke plötzlich schrie “Mensch, fang an zu singen !”

Viel ausgelassen haben sie dann aber doch nicht. Neben einer tollen Version von “Precious” kamen alle die alten Knaller auf die Bühne – Policy of Truth, Enjoy the Silence (der Publikumssangesrenner schlechthin), Personal Jesus und und und …
Gut zwei Stunden düster schöne Musik, ja das war selbst für jemanden wie mich der wahrlich keine grossen Konzerte bevorzugt, ein ganz tolles Erlebnis und jeden Aufwand wert. Nochmal ? Ja klar :-))

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