Februar 2010

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Nach langem langem Warten, von Juni bis gestern Abend, war es dann soweit.

Das schwarzhaarige Mädchen und ich machten uns auf den Weg um mit gefühlten und geschätzten 60.000 anderen Depeche Mode zu erleben. Das Stadion war, wie sagt man so schön, gerammelt voll, die Hitze aufgrund des geschlossenen Daches vom feinsten, von anderen Gerüchen mag ich gar nicht sprechen :-)

Der Weg zu diesem wahrlichen Genuss gestaltete sich ein wenig schwierig. Stau ab Mitte der A 52 bis exakt zum Stadion im Schritttempo, wir haben 2,5 Stunden bis dahin gebraucht. Somit hatten wir nicht das Vergnügen uns mit der Vorgruppe anfreunden zu können oder auch nicht – im allgemeinen kein Verlust. Sollte also jemand der geneigten Leserschaft darüber berichten können – bitte sehr, gerne !

Eine halbe Stunde vor Konzertbeginn die gebuchten Plätze einnehmen zu können hat aber auch was. So hatten wir ganz oben auf der Südtribüne sitzend (und hinterher stehend) einen schönen Überblick über die wogenden Menschenmassen im Innenraum, über die stehenden auf den Rängen, es war schaurig schön. Und diese Bewegungen fingen schlagartig mit dem erlöschen des Stadionlichtes an und hörten erst zum Schluss wieder auf. Es war fantastisch, die Gesänge des Publikums, die sogar einmal ein Lied sprengten weil die Menge noch das vorherige sang – Depeche Mode haben dann erstmal singen lassen. Auch für einen Menschen wie mich, der wahrlich nicht alle Lieder kennt und erkennt, der wenn dann immer noch mit “Dressed in Black” verbunden ist (haben sie natürlich nicht gespielt :-( !) war es ein tolles Schauspiel. Und ganz besonders lächeln mußten wir als eine Damenriege hinter uns bei einem der langsameren Stücke plötzlich schrie “Mensch, fang an zu singen !”

Viel ausgelassen haben sie dann aber doch nicht. Neben einer tollen Version von “Precious” kamen alle die alten Knaller auf die Bühne – Policy of Truth, Enjoy the Silence (der Publikumssangesrenner schlechthin), Personal Jesus und und und …
Gut zwei Stunden düster schöne Musik, ja das war selbst für jemanden wie mich der wahrlich keine grossen Konzerte bevorzugt, ein ganz tolles Erlebnis und jeden Aufwand wert. Nochmal ? Ja klar :-))

Held ;-) !

Übernommen mit Dank an BA :-)

Gestern Abend hatten der junge Herr T. und meiner einer das Vergnügen auf Recken ganz alter Schule zu treffen.

Golden Earring spielte in der Nähe auf und wir beide hatten schon vor Monaten nix besseres zu tun als uns flugs Karten zu sichern. Wohl getan, die Bude war rammelvoll !

Nun weiss man bei Earring auch heute noch nicht so genau wie die Herren so mit ihrem Publikum verfahren möchten, sprich, wie klar die Musik so “unten” ankommt. Es gab Konzerte, da war ich schon nach 20 Minuten verschwunden weil das, was da kam nicht mehr identifizierbar war. Nein, es lag nie an der Musikanlage, wohl eher an den reichlich eingenommenen Genussmitteln.

Also haben der junge Herr T. und ich den Mannen um George Kooymanns exakt 15 – 20 Min. gegeben. Wir wären dann gefahren, besser ein gutes Bier irgendwo als ein schlechtes Konzert. Und die ersten beiden Lieder sah es auch nach Flucht aus, unbekannt und zu laut. Dann aber, ja dann kamen “Eight Miles High”, “Twilight Zone”, ein genial eingeläutetes “Radar Love” sowie eine wunderbare Version von “She flys on strange Wings, Part I”, noch so ein paar alte Kracher die für die neueren Songs nicht nur entschädigten sondern zumindest mich mal wieder bis unter die Decke fliegen liessen :-)

Kurzum, es war ein tolles Konzert voller alter Erinnerungen und ältere Menschen die auch ihren Heidenspass hatten :-) Warum treffe ich nur bei den von mir bevorzugten Konzerten immer so viele “Silberlocken” :-)) ?

Ach ja, da war noch eine Vorband ! Was soll ich sagen ? Die waren sogar allererste Sahne, alles ganz junge Menschen, vielleicht zwischen 15 und 20 Jahren, und die haben sich echt was getraut. Vor allem als zum krönenden Abschluss die “Autobahn zur Hölle” erdröhnte !

Feierstunde pur, das Publikum hat es Ihnen wahrlich gedankt :-)

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