Auch heute geht es frueh los, nach zwei Stunden dann die erste Strasse :-(
Kaum einer, der das nicht mal selber erlebt hat, kann sich vorstellen welch uebele Gefuehle diese erste Begegnung mit der “Zivilsation” bei mir ausloest. 11 Tage der Ruhe und eigenen inneren Stille werden jaeh vom Gehupe irgendwelcher Wahnsinnigen zerstoert – meine geliebten Berge, Natur und Menschen, das alles weicht ploetzlich dem alltaeglichen Wahnsinn. Selbst die vier Pfoten, welche mich durch den ganzen Morgen treu, nie von meiner Seite weichend, begleiteten drehen um und verschwinden den Weg zurueck. Auch in mir schreit alles “Umkehr”, wir gehen aber weiter.
Der Weg, nur kurz an der Strasse lang, biegt dann auf einen Hoehenzug oberhalb Pokharas ab. Meine Stimmung in Geschwindigkeit muenzend geb ich mir mit einer weit vorgehenden, sehr lauten spanischen Gruppe ein kleines Rennen und ueberhol diese dann auch recht fix. Man grinst nur noch. Nachdem wir diese hinter uns haben und wieder Ruhe einkehrt entschaedigt dieser alte Trekkingweg fuer vieles heute. Unter uns der Fewasee, dahinter die naechsten Hoehenzuege, ab und an links der Machapuchre, meine Laune bessert sich erstmal erheblich :-)
Mittags gesellt sich die spanische Truppe laut singend zu uns in die Lodge, die beiden hysterischen englischen Ladies (it’s sooooo amazing, really !!!) machen es auch nicht gerade besser. Nur das junge nepalesiche Paar, was ziemlich verliebt hinter dem Pfeiler sitzt und ganz vorsichtig Zaertlichkeiten und Neckereien austauscht und die Welt ringsum gerade zu vergessen scheint laesst mich wieder laecheln.
Am Abend gibt es dann unser Abschiedsessen, dieser Tag ist nicht wirklich meiner. Dafuer bekomme ich ein Dhaal Bhat serviert, ein Dhaal Bhat, meine Lieben das seinesgleichen sucht ! Da hat Man Kaji aber in der Kueche so was von Dampf gemacht :-) Ich verteile kleine Geschenke, halt eine kleine Rede mit nepalesichem Ende, entlohne “our Traeger” und verteile auch das Trinkgeld. Landestypisch verschwinden beide mal kurz vom Tisch vor dem Essen um mal eben nachzuzaehlen :-) War wohl o.k., Man Kaji kommt umgehend mit drei Rakhsi und zwei Flaschen Bier zurueck, die gehen dann auf seine Rechnung.
Der Abend wird dann, wenn auch ein wenig wehmuetig fuer mich, noch sehr schoen ! Eine Kindergruppe singt und tanzt zu irgendeinem Festival noch ein wenig (natuerlich gege “Spende”), die ganze Lodge singt noch ein froehliches “Resham Piriri”, die englischen Laidies muesschen mittanzen und ich hab ordentlich einen im Kopf :-) Puh !
Tags: Nepal
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