Dei erste und gute Nachricht des noch sehr fruehen Tages – der Traeger hat es ueberlebt und ist wieder bewegungsfaehig und ansprechbar !! Sehr gut ! :-)
Der “Medizinmann” vor Ort in der “Medizinbaracke” hat das einzige getan was er gerade noch konnte, er hat dem Mann ein Gluckose Infusion verpasst. Zusammen mit den aufgeloesten Antibiotika des Herrn D. ist es gerade noch gut gegangen. Es war aber wohl verdammt knapp. Ich kenn mich jetzt nicht so aus, aber der Herr D. murmelte etwas von keinen Pupillenreaktionen mehr usw. – hoert sich nicht so toll an …
Naehere Recherchen in den naechsten Tagen, es haben ja wirklich genug Leute mitbekommen, bringen folgenden Sachverhalt ans Tageslicht:
Der Mann gehoerte einer Expiditionsmannschaft der Agency “Mountain Trouble” (Name=Programm) an. Oben im Annapurna Basecamp hat er sich erstmal aufgrund eines wundgescheuerten Rueckens eine Infektion gefangen. Nebenbei war der arme Kerl geschlagen mit Ueberanstrengung, Dehydrierung und Symptomen der Hoehenkrankheit. Kurzum alles bei 4100 m lebensbedrohlich ! Was machen diese A …. ?
Schicken den Mann ALLEINE weg, weil nicht mehr einzusetzen ! Bis ins Machapuchre Basecamp hat er es noch geschafft, dort ist er zusammengebrochen und lag bewegungslos und unansprechbar am Boden. Und warm ist es dort auch nicht gerade ! Die uebrigens Umstaende hab ich ja schon beschrieben. Nachdem der Heli dann eine gebrochene Topuistenhand u.ae. abtransportiert hat, nur den armen Mann nicht, haben andere Traeger den in eine Targekiepe gefaltet (!) und wie erwaehnt runtergebracht. Der Rest ist bekannt.
Beim Schreiben alleine kommt mir hier gerade wieder die kalte Kotze hoch. Welches verdammte Ziel ist es wert einen Menschen so zu behandeln ? Ein 8000er nicht, ein bescheuertes Basecamp schon gar nicht ! Wofuer ?
Vormittags fliegt der Heli uebringens schon wieder zum 2. Mal hoch ….
Nach dem Fruehstueck und nachdem Man Kaji, “our Traeger” und alle sich etwas beruhigt haben, ein Guide von “Mountain Trouble” haette hier heute morgen wohl eher auch einen Mediziner gebraucht (!), meint mein Man, wir sollten mal einen kleine Spaziergang am Ruhetag machen. Und ich solle mal meine Kamera mitnehmen, “a nice Place for taking Pictures”. Also marschier ich bepackt mit Kamera und Objektiven hinterher.
Oberhalb gibt es wirklich einen netten Ausblick auf die Berge und eine kleine Siedlung ist da auch, die ich mit dem Tele einfange, ich muss ja nicht in fremder Leute Vorgarten rumstiefeln :-) Aber dann wechselt Man mit einer alten Dame einige Worte und ehe ich mich versehe, sitze ich vor diesem aermlichen Hause auf einer Strohmatte und werde mit frischer, noch warmer Milch und Gurkenscheiben mit Salz und Chili bewirtet. Nur das Trockenfleisch in Oel schenk ich mir mal lieber :-). Und alle kommen zusammen, Oma, Opa, die ganze vorhandene Familei, es wird geredet, gefeixt (ueber mich), gescherzt und gelacht … Ich werde geradezu gestopft, nur Geld will keiner von mir. Puh ist das aber mal unangenehm. Da sitz ich mit ner Kameraausruestung rum, die den Menschen hier das ganze Jahr sichern wuerde (vom Durchschnittsverdienst aus gesehen), und werde fuer Nuesse verkoestigt. Man bezahlt hinterher ein paar Rupien, gut, aber wohl fueheln kann ich mich nicht so recht. Also liebe Leserschaft, Ihr wisst schon wie ich es meine … Aber schoen wars dann doch irgendwie :-) Mit viele “Dhaanyabaads” und “Namastes” geht es den Berg wieder runter – also an krassen Gegensaetzen reicht es fuer heute.
Am Abend diskutieren Man Kaji und ich auf gebrochenem Englisch Welt-, Kultur- und Innenpolitisches – die beiden geben sich groesste Muehe damit ich nicht alleine ruimsitze. Alleine, dieses Wort gibt es fuer Nepali nicht. Morgen geht es weiter auf alten Pfaden und in einer Woche schon ….
Tags: Nepal
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