Tadapani – Chomrong

Um den Massen zu entgehen, kurz vor 07.00 Uhr ist Abmarsch.

Ich merk mein linkes Knie.

Auch erreichen uns erste Geschichten ueber unhaltbare Zustaende im ABC. Von Ueberbelegungen in den Lodges, Massenlagern, 15-20 Mann in den Diningrooms wo sie den Leuten noch pro Nase 70 NPR fuer einen kleinen Heizofen abknoepfen, von Notzelten, von den Schlafplaetzen der Tareger und Guides spricht merkwuerdigerweise keiner …

Von den hygienischen Zustaenden erst recht nicht.

Hmmm, Man und ich schauen uns nur an, wir probieren erst erstmal so weit und hoch wie moeglich zu kommen !

Gegen kurz nach Mittag sitz ich schon in der Sonne in der Lodge, schau in das jetzt wolkenverhangene Tal in das wir hochmuessen und mir geht es gut :-)

Der Herr L. hat heute Geburtstag, ich nehm ein Bier – Prost alter Herr :-) !!

Die Haelfte des Urlaubs ist nun um, unfassbar. Hier oben vergeht die leider immer zu knappe Zeit soooo schnell.

Ich lieg vor der Lodge auf einer Wiese. Die Sonne scheint, ueber mir tuermen sich Wolkenberge, direkt vor mir, wenn ich mich aufrichte, nur ganz leicht aufrichte, Annapurna South mit dem Grat zum Hinchuli. Rechts hinten im Tal lugt manchmal Anna III aus den Wolken hervor. Und der Machapuchre. Unter mir im Dorf ist irgendwo eine Schule, froehliches Kindergelaechter dringt zu mir hoch, ueberall zirpen die Grillen. Die Wiese, ringsum von Targetis eingerahmt, fuellt sich langsam, “meine beiden” legen sich neben mich, andere Trekker, Guides und Traeger tun es uns gleich. Ein ganz leises sehr internationales Gemurmel mischt sich in die Laute ringsum, irgendwie ist es ruhig und andaechtig. Himalaya macht still.

Selbst manchen Ami verschlaegt es hier Gottfriedseidank erstmal die Sprache …

Abends ueberlegen wir gemeinsam die naechsten Tage zu raffen um dem Chaos im Basecamp zu entgehen – es soll dann noch anders kommen :-(

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