Chomrong – Doban

Wieder frueh raus, “our Traeger” hechtet vor um uns einen Schlafplatz zu sichern !

Wir folgen langsam, es geht teilweise ekelhaft bergauf und auch wieder runter. Gegen Mittag gibt es hinter Sunavi schon erste Engpaesse mit vollkommen entnervten und erschoepften Trekkern die uns entgegenkommen ! Teilweise kommen die schon vom Machapuchre Basecamp, sind gegen 04.00 Uhr aufgebrochen und muessen noch weiter. Uns schwant schreckliches. Als ich kurz vor Doban, Ankunft gegen 15.00 Uhr, fuenf Maedchen treffe, vollkommen fertig, eine weint, hab ich die Schnauze schon ziemlich voll. Und in mir reift gerade ein guter Gedanke, ich nenn es fuer mich den “Koeniglichen Moment”. Keine hoehenmetergeile Gruppe im Nacken, ganz Herr meiner eigenen Entscheidungen, gehe ich nun etwas entspannter die letzten Meter nach Doban hinauf.

Oben erwartet uns ein stiller, besorgter Traeger. Trotz dessen, dass der “Wahnsinnige” bereits um 11.00 Uhr (!) hier war – Massenlager.

Fuer mich !

Die Bambushuetten bereits voll, da platzt mir der Kragen ! Als erstes erkaempfe ich fuer die beiden eine Bettstatt im Lager – trotz weiblich hollaendischem Protest (!). Als zweites teile ich “meinen beiden” mit, dass wir morgen umkehren werden. Ein leichtes erleichtertes Laecheln bei “our Traeger” – klar. Man Kaji ist ganz stille, er gibt sich gerade die Schuld an den unzureichenden Bedingungen. Kann ich spaeter aber ausraeumen – einen Tag spaeter bedankt er sich ganz schuechtern bei mir :-) Ich bin nicht der einzige der so handelt wie sich am naechsten Tage herausstellt. Der Herr R., der mir seit Chitre immer wieder begegnet, hat bereits, vor mir angekommen, den selben Entschluss gefasst, auch Tags drauf sehe ich einige Gestalten die den Weg hochkamen wieder mit runtergehen. Es gab auch Leute die es geschafft haben taeglich einen Schlafplatz zu bekommen ohne in ein Zelt ausweichen zu muessen oder aehnlich. Ich hab solche gespochen. Aber viele hatten das Wort “Glueck” auf Ihren Lippen ….

Es kommen immer noch Leute, es wird bald dunkel, sie alle werden durchgewunken. Da wird es sogar gelegentlich leicht aggressiv !

Im Grunde genommen war das zu befuerchten, ich hab’s mir nur nicht so vorgestellt. Nachdem das Goverment im Mayargadisistal und in der Kali Gandaki je eine Strasse gebaut hat, die Annapurnarunde also uninteressant gemacht hat, haben viele, zu viele eben, wie ich gedacht und sind auf ins ABC, ohen Strasse eben. Und keiner war auf die Massen die nun seit dem Ende des Buergerkrieges wieder kommen vorbereitet. Und jeder Reiseveranstalter und die Regierung Nepals sieht antuerlich nur Dollars und jagt aber auch jeden hier hoch. Jeden !
(Dazu auch spaeter noch was …)

Am Abend besprechen wir gemeinsam die naechsten Tage und kommen zu folgendem Ergebnis.
Morgen zurueck nach Chomrong, uebermorgen Wasch- und Gammeltag dort, dann Landrung, Pothana und zum kroenenden Schluss die alte kaum mehr begangene Route nach Sarankoth :-) !

Meine Entaeuschung haelt sich ganz gut in Grenzen, jetzt wo die neue Route feststeht. Der Herr E., Herr H. und die Frau B. kennen die Strecke auch – die ist wirklich schoen :-) Und entschaedigt auch ein wenig uebers entgangene Basecamp. Ich waer echt gerne dort gewesen, die Entaeuschung sitz schon wie ein kleiner Stachel und ich gestatte mir auch eine echte “schlechteLaunehalbeStunde” – aber dann ist’s auch gut. Hilft nix mehr – also laecheln :-)

Und es ist dunkel und von oben kommen immer noch Leute …

Hatte ich eigentlich mal die Toiletten erwaehnt ?

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