Heldenzeit

Viele Helden unserer Tage, die, die wirklich was geleistet und riskiert haben, denen meine Achtung uneingeschränkt gilt, gibt es nicht mehr.

Heute hat uns noch einer verlassen und den langen Weg angetreten.

Edmund Hillary ist tot.

Viele Jahre nach Tenzing Norgay ist auch er nun von uns gegangen.

Beide haben am 29.05.1953 den Gipfel des Mt. Everest als erste Menschen unter unvorstellbaren Strapazen erklommen.

Beide haben auch mich in ihren Bann gezogen und ich hatte sogar das Vergnügen, ihre Aufstiegsroute am Everest aus einiger Entfernung erblicken zu können.

Aber damit nicht genug.

Edmund Hillary ist dem Khumbu und dem Volke der Sherpas treu geblieben. Dort, wo er seinen wohl größten Triumph und auch seine bittersten Stunden verbrachte, hat er mit der Hillary-Stiftung, mit Schulen, Brücken und Krankenhäusern für ertragbare Verhältnisse gesorgt.

Eine in meinen Augen weit größere Leistung als die Erstbesteigung.

Nepal und die Sherpas trauern und beten.

Ich bin bekümmert.

Vielleicht bis zum nächsten Leben …

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