Die Leiden des ganz jungen J.

oder wie ich lernte Uli“in den Belgrader Nachthimmel“Hoeneß nicht besonders lieb zu haben :-)

Aus aktuellem Anlass, bei so einem Fussballspiel kommt ja doch ne Menge wieder hoch.

EM 1976, Belgrad, Endspiel Tschecheslowakei gegen unsere Elf.

Flott lagen unsere „Jungs“ mit O:2 gegen die Tschecheslowaken zurück.
Dann schießt Dieter Müller den Anschlusstreffer !

Die folgenden Minuten kann ich selbst heute noch genau nachvollziehen. Sie folgen bis zum heutigen Tage bei mir nach demselben Muster. Ich sitze an der Kante eines Sofa´s, eines Stuhls. Die Hände meist fest ineinander verschränkt. O.k. – verkrampft. Stierer Blick auf den Bildschirm, meine Knie wippen. Ansprechen gänzlich verboten – innerlich zittere ich wie Espenlaub.

Dann, damals in der 90. Minute (!), Ecke von links, gleich ist alles vorbei, alle gehen zum Ball, Hölzenbein trifft –  Tor !!

Ausgleich !!

Ich hab, man sagt so, Rotz und Wasser gebrüllt. All die unerträgliche Spannung, die Angst vor der Niederlage, alles fiel von mir ab. Wir waren wieder drin !
( Wenn ich mich recht entsinne hat der Rest der fussballschauenden Familie ziemlich komisch geguckt :-) )

Die Nachspielzeit war nicht so recht erfolgreich – also Elfmeterschiessen.

Die ersten vier Tschecheslowaken verwandeln, die ersten drei Deutschen auch.
Dann kommt Uli Hoeneß, legt sich den Ball zurecht, Anlauf – und das Ding geht in den Belgrader Nachthimmel wie eine Rakete.

Seit dem heißt Uli“in den Belgrader Nachthimmel“Hoeneß eben Uli“in den Belgrader Nachthimmel“Hoeneß !

Ob er wirklich weiß, wieviel Gram er an diesem Abend über so viele kleinen Jungens, geschweige denn über „ältere“ Männern gebracht hat ?

Sack ;-)

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