Ein sch… Thema. Aber in Zeiten von “Kühlschrankkindern”, Familien- und Ehrenmorden und anderen Schauergeschichten rund ums Thema komm ich nicht ganz dran vorbei. Zumal es ja inzwischen tagtägliches Medienthema ist. Auch wenn ich nicht möchte. Und obwohl ich lange überlegt habe, ob ich überhaupt was dazu schreiben soll. Letztlich siegt aber meine Wut über meine Vorbehalte.
Was mich nämlich aufregt und zum Thema inspiriert ist nicht nur die körperliche, rohe Gewalt gegen (vorwiegend) Frauen und Kindern, oder unter Müttern und Vätern und/oder ihren Kindern.
Ohrfeigen, Fausthiebe, Tritte wohin auch immer gegen Frauen und Kinder gibt es leider seit jeher. Und o.g. Aktionen sind noch die harmloseren wie wir seit einigen Tagen spätestens wissen.
Was ich aber meine, sind auch die seelischen Gemeinheiten und Grausamkeiten, viel ausgereifter als die körperlichen …
Besonders beliebt sind so Dinge wie:
- der Tritt ins Möbel, welches natürlich kaputt geht, gefolgt von der kurzen Anmerkung “es hätte auch deine Fresse sein können”
- der supergeniale Spruch des “jetzt nicht mehr lieb habens”
- die Verweigerung der warmen Mittagsmahlzeit wenn die Kinder beim Jugendamt “nicht so spuren”, verbunden mit dem freundlichem Hinweis, sie könnten ja beim anderen Elternteil essen
- allabendliches Rumgeschreie ob des nicht aufgeräumten Kinderzimmers oder sonstiger Unzulänglichkeiten, gerade wenn die Kinder schon im Bett liegen und fast schlafen
- die seelische, körperliche und essenstechnische permanente Unterversorgung von Kindern, wobei die Eltern im Städle flanieren , man ist ja so beschäftigt und auch noch überfordert
- die Kinder Ihrer Hilflosigkeit überlassen, weil das Leben dem Elternteil ja noch so viel anderes zu bieten hat (Drogen uns sonst was …)
- usw. usw. usw., fragt mal in Kindergärten, Kinderheimen oder vielleicht auch mal beim Nachbarn/in nach ….
Ich glaub bei näherem Nachdenken bekomm ich noch weit mehr zusammen, Geschichten aus Erzählungen, Erlebtes und Gelesenes.
Die Defizite bügeln in den darauffolgenden Jahren die Kindergärten, Schulen, Lehrherren, Polizisten, Gefängnisse und Psychater aus.
Immer aber die Partner dieser geschundenen Kreaturen.
Still und leise.
Spätestens aber wenn irgendwen eine Kugel, ein Messer oder sonst was erwischt hat geht dann das Geschrei los. Und alle sind erschrocken und betroffen, hätte man das doch geahnt, man hätte doch müssen …
Ich könnte kotzen.
2 comments
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23. Juni 2007 um 16:19
Stephan
Na super ! Das hört sich aber alles sehr nach selbst und miterlebt an. Was sagt den das Jugendamt dazu ? Ganz besonders im Hinblick auf die Drogengeschichte ?
24. Juni 2007 um 11:28
Joerch
Hallo, hallo ??
Na mein Freund, kennen wir uns vielleicht ?
Auch oder gerade wegen der Umstände :-) ?
Oder was soll der Unsinn mit der nicht erreichbaren eMail Adresse ?