„F“-Tours proudly presents – Langtang Himal

2005 – mit den „F´s“ ins Langtang Himal

die langgeplante Tour mit der 2001er Truppe, dem jüngeren Herrn E. und natürlich dem Randhoj wird endlich wahr !

Auch hier steige ich wieder unter wiedrigsten Umständen ins Flugzeug, um drei Wochen später aber trotzdem reichlich entspannter wieder nach Hause zurückzukehren.

Über Wien wo wir den Herrn H. treffen geht es diesmal Nonstop nach Kathmandu, Ankunft dort des Nächtens, mal was neues.

Am nächsten Morgen können wir dann den Randhoj begrüssen, welch ein großes Gefreue allerseits. Es gibt eine kurze, höchst uneffektive Besprechung und die nächsten zwei Tage steht dann wieder Kathmandu auf dem Programm. Und es regnet in Strömen …

Das tut es auch den darauf folgenden Tag als wir nach Dhunche fahren – als Entschädigung bekomme ich schon beim ersten Mittagessen Dhaal Bhat, abends dann nochmal ! Mjam mjam mjam …

Am nächsten Morgen stelle ich fest, dass ich meine Kapuze zuhause gelassen habe, eine Folge hektischen und unmotivierten Packens. Dafür regnet es aber in Strömen, dann muss eben mal eine Plastiktüte herhalten. Ab Mittag jedoch latschen wir schon kurzbehost durch´s Gestrüpp, alles wird gut. In Syabru sind wir gegen 16.00 Uhr, kurze (sau)kalte Dusche, und dann hab ich klugerweise denn Mp3 Spieler mit.

In den nächsten Tagen geht es über „Lama Hotel“ und Langtang nach Kyangjin zum Tsergo Ri, 5033 m NN. Ringsum sind durch den heftigen Niederschlag der letzten Wochen die Berge vollkommen eingeschneit, tolle Aussichten für den Laurebinapass.

Als erstes jedoch marschieren die anderen auf den Pushung Ri, 4270 m NN, ich komme auch irgendwie da hoch. Oben dann laß ich die Foto´s einiger lieber Menschen im Schnee stecken, ein kurzes Gebet, ein fröhliches „Berg Heil“ – und ich merke jetzt schon, dass das wohl mein höchster Berg dieses Jahr bleiben wird. Fit ist was anderes. Darum wähle ich den Tsergo Ri abends in der Besprechung auch für mich ab, die Diskussion ob oder ob nicht der Versuch gewagt werden soll ist mords differenziert. Trotz der Bedenken von Randhoj, ich hatte den Schneefall bereits erwähnt, gibt es immer einige Zeitgenossen, die es a. immer mal probieren wollen oder b. nur Höhenmeter- und/oder Gipfelgeil sind. Wie dem auch sei, am nächsten Morgen marschierten alle dann auch viel zu spät los und kamen natürlich auch unverrichteter Dinge zurück. Bei ca. 4500 m NN hat der Schnee sie dann doch gestoppt ! Die meisten trugen es mit Fassung und einem Lächeln, eine Dauerquertreiberin aber nicht. Von díeser Dame, möge sie mir bitte nicht mehr begegnen, wird später noch zu berichten sein.

In den nächsten zwei Tagen geht es nach Syabru zurück, zwischendurch schaffe ich es mitten in der Einöde Batterien für meine Kamera zu bekommen ! Mann, hab ich diesmal sorgfältig gepackt !

Von Syabru geht es ab jetzt zwei Tage nur noch hoch, aber son richtig hoch, nach Goisankund zu den gleichnamigen Seen. Die Aussicht zwischendurch ist fantastisch, die Lodges immer spartanischer und es wird kälter ! Bis nach Goisankund ist auch alles schön, die Lodge dort oben ist aber sehr gewöhnungsbedürftig. Nur aus Stein, die Schlafräume in einem seperaten Raum, die Toiletten oder was man dafür hält auch. Immer nur Minustemperaturen, der Anmarsch war rein schneetechnisch schon spannend (fand ich), und nachts haben wir in den Zimmer locker minus 5 °C !! Was mal als „alter Herren Trek“ geplant war entpuppt sich als die härteste Nummer für mich und viele von uns ever. Und Randhoj wundert sich nur noch. „Ob wir uns das Höhenprofil den nicht angeschaut hätten ? Die Annapurnarunde wäre doch ein Spaziergang dagegen.“ Wie unangenehm …

Einen Tag bleiben wir zum Verschnaufen hier, habe wunderbare Foto´s von der verschneiten Landschaft gemacht.

Dann geht es über den Laurebina La nach Gopthe. Hoch bis zum Pass ging noch gut, oben dann viele Foto´s, Gebetsfahnen aufhängen, großes Gefreue ! Runter dann Wolken, nasskalt, die Gruppe versprengt, ich selber platt – nee, reine Freude war das sicherlich nicht mehr. Über die Lodge in Gopthe mag ich lieber schweigen, der Ram, unser zweiter Guide, ist morgens schon vorangegangen, um Quartier zu machen und für Ordnung (!) zu sorgen. Den Schlafplatz der Führer und Träger läßt Randhoj mich erst gar nicht besichtigen, oh Heiland !!

Am nächsten Tag ändern wir die Wegstrecke, es gibt schönere Pfade und Orte. So gehen wir nur 3,5 Stunden zum Tharepani Pass, wo wir den Rest des Tages ausruhen. Dann wird es tags darauf immer wärmer, es geht nur noch durch Wald und Feld, alles grün ! Traumhaft schön. Die allgemeine Laune bessert sich zusehends und abends gibt es in Kutumsang für alle nach 5 oder 6 Tagen wieder mal eine warme Dusche !

Aber, hier stossen wir dann auch auf Maoisten ! Einige ganz aufgeregte unter uns muss ich erstmal mit Randhoj beruhigen, die von jedem zu zahlende „Spende“ von 800 NPR scheint bei einigen doch zum Politikum zu werden. I….ten ! Na, und nach erfolgter Zahlung gibt es die übliche Quittung (damit nicht nochmals gespendet werden muss) und einen herzlichen Händedruck mit dem Gruss „Lal Salam“ für jeden von uns. Höchst bizarr ! Am nächsten Tage beim Abmarsch begegnen wir den Herrschaften nocheinmal, diesmal kehre ich den Spieß um und jeder bekommt von mir den Gruss samt Händedruck :-)

Morgen ist schon Abschiedsabend, der jüngere Herr E. und der Herr V. dürfen die Abschlussrede halten, wir sammeln schon mal das Trinkgeld. Auch werden an bewußtem Abend noch Klamotten zusammengetragen, von allen. Nur eine Person schießt langsam quer. Das war aber schon die letzten Tage zu merken. Der Abend ist fröhlich und entspannt, wir singen und tanzen, es wird die rauschenste Party die ich hier je erlebt habe, für fast alle …

Am Morgen darauf ist Zahltag. Nun gehört es sich einfach, dass die Gruppe abgesehen vom Trinkgeld und der Klamottenverlosung die Zeche für die Träger übernimmt. Das könnten die sich nämlich auch gar nicht leisten. Bei der Everesttour ist es mir schon mal passiert, das ich die Zeche alleine getragen habe, der Rest konnte sich nicht einig werden ! Randhoj läßt mich also wohlweislich wieder den Betrag ausrechenen und aufteilen, aber nur durch 12 statt 13 Personen. Besagt Dame hatte wieder zu nasen und meckern und weigerte sich Ihren Anteil mitzutragen ! Und das ist bei den dortigen Verhältnissen höchst asozial ! Wir haben es lächelnd quittiert und zusammengelegt, aber den gesamten Rest der Reise hat keiner mehr ein Wort mit Ihr gewechselt.

Am nächsten Mittag in Kathmandu sind wir „F“´s bei Randhoj eingeladen, es wird ein vergnüter Nachmittag. Immer wieder schaut mal ein Bekannter herein, viele davon kennen wir bereits.

Am Abend im Hotel treffe ich die Frau N. ! Ebenfalls aus Wesel ! Ich wußte zwar um ihre Nepalambitionen, den Termin aber nicht. Während ich also so beim Abendessen sitze, schaue ich von hinten auf diesen blonden Schopf, runzle die Stirn, grinse mir fett einen und denk mir so „den kennste aber“, den Schopf. Nee war das nett ! Große Überraschung, ein schönes Wiedersehen ! Manchmal muss es eben Kathmandu sein, um Menschen aus der Heimat wieder mal zu treffen.

Den letzten Tag verbringe ich in Bodnath, wo sonst. Abends das traditionelle gemeinsame Abschiedsessen, Randhoj beglückt uns mit der Anwesenheit von Frau und Tochter. Beide im Sari, umwerfend …

Dann geht es ab nach Hause, ein kurzer Abschied nur, mehr mag ich nie – und fast schon die Gewissheit …

… bis nächste Jahr !!

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