Chitwan National Park …

… drei Tage sind wir incl. An- und Abreise nun in einen Teil Nepals unterwegs, den ich auch noch nicht kenne. Der kleine Bus braucht auf der Hinfahrt gute 4 1/2 Stunden fuer ca. 170 km …

Was mir aber erschreckend auffaellt (ich hab das mit der „Freundschaft“ ja schonmal erwaehnt) – irgendwo muss ein Nest von Maobadis sein (die Maoisten werden in Nepal auch Maobadis – Maogangster gennant). Auf der gesamten Fahrt begegnen uns unzaehlige Busse, mit roten Fahnen geschmueckt, drin und drauf sitzend vorwiegend junges Volk, das beruehmt beruechtigte „Lal Salam“ skandierend. Nun ist es (wie ich aus eigener Erfahrung weiss :-) ) ja auch das Vorrecht der jungen Generation ein wenig, sagen wir mal links und damit verrueckt zu sein. Und da die Mao’s ja nun mit im Parlament sitzen, nachdem hier der Koenig ordentlich zurechtgestuzt wurde, haben sie ja auch ein Mitspracherecht. Soweit alles o.k. . Aber dieser geballte Aufmarsch, das dauernde Faustheben und skandieren, unter (fast) nur Jugendlichen erinnert mich fatal an die Geschichte der „Khmer Rouge“ in Kambodscha. Und nicht nur mich beschleicht auf der gesamten Fahrt ein verdammt ungutes Gefuehl, welches ich bisher hier in Nepal noch nie hatte. Moegen saemtliche Goetter verhueten, dass Nepal den gleichen Weg nimmt !!

Als wir gegen Mittag ankommen herrschen mittlerweile hier im Terai an der Grenze zu Indien satte 35 Grad, gepaart mit hoher Luftfeuchtigkeit, ich steh quasi in einer Pfuetze.

Das Programm wird uns gereicht, ziemlich straff, es stellt sich sehr schnell als absolut prima heraus. Wir beginnen mit einer Unterweisung am lebenden Objekt bezueglich der verschiedenen Unterschiede zwischen afrikanischen und indischen Elefanten. Die Elefantendame die direkt vor uns steht ist dann schon recht imposant. Immerhin wiegt die Dame satte 5 Tonnen, und da regen sich deutsche Frauen immer so ueber ihr Gewicht auf :-) …

Hernach werden wir per Elefantensafari in den Dschungel befoerdert, und nach etwas groesserer Suche finden wir nicht nur Hirsche und Rehe sondern auch zwei Rhinos.

Was ein Gefuehl. da sitzt du auf einem Elefanten und knapp 15 mtr. vor dir stehen Rhinos !!

Wieder zurueck haben wir ein wenig Zeit bevor es zum „Wildlife Briefing“ geht. Untergebracht sind wir in Huetten (echt nett), es gibt keinen Strom (!) und als ich so auf „meiner“ Terrasse sitze fuehl ich mich wie „Sahib“ …. Die Sonne geht unter, vor mir plaetschert ein Fluss und ich rechne eigentlich jeden Moment damit, das „Bhagira“ und „Balu“ um die Ecke kommen …

Am naechsten Morgen ist um 04.30 Uhr Tag ! Pflanzen- und Vogelwanderung ist angesagt und 100 mtr. von uns entfernt grast ein Rhino ! Dann steht eine Kanutour auf dem Programm, daran schliesst sich ein Besuch in der hiesigen Elefantengeburtsstation an. Nach dem Mittagessen lasse ich die Dorfwanderung bei ca. 40 Grad in der Sonne Dorfwanderung sein, verkriech mich auf die Terasse in den Schatten, leg die Fuesse hoch und geniess die Ruhe …

… die am folgenden Morgen wieder um 04.30 Uhr ein Ende hat ! Noch ein Ritt auf dem Elefanten – und heute morgen sucht der Mahut die Wasserstellen auf. Und siehe da, einmal ein einzelnes und dann geich vier Rhino’s auf einmal. Fette Beute fuer mein Objektiv !

Dann geht es nach dem Fruehstueck zurueck nach Kathmandu – diesmal 6 Stunden !! Verkehrschaos pur !! Abends wieder in den Bus, ab nach Downtown zum gemeinschaftlichen Abschiedsessen. Lecker, viel „heiliges Wasser“ und auch ich muss mal was loswerden, jetzt auch hier …

Danke an Ruth und Heinrich und an Barbara und Ralf !!! Ihr wart eine tolle Gesellschaft und ich hab noch nie so eine entspannte, interessierte und nette Gruppe erlebt. Es hat richtig Spass mit euch gemacht und mit jedem von euch geh ich gerne jederzeit wieder los !

:-)

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