Norbulinka, Potala und Johkang ….

… ist zuviel an einem Tag, eigentlich.

Aber der Reihe nach …

Die erste Aufregung und tiefen Einblick in das Verhaeltnis von Tibetern zu Chinesen haben wir bereits morgens.
Mangels Sonne fahren wir erstmal mit dem Bus und unserem tibetischen Fahrer Richtung Norbulinka (Sommerpalast der Dalai Lama’s). Aufgrund des Lhasa-Marathons (!) steht der Verkehr und ein Taxi draengelt wie bescheuert. Als der Chinesische Taxifahrer dann noch an unseren Bus klopft ist es vorbei. Ein Eisenrohr gepackt, rausspringen und dem „Agressor“ eine verpassen sind eins. Der nicht untaetig laeuft zum Taxi, zieht ein kleines Schwert – und eine Tibeterin schafft es mit viel Ruhe ebensolche wieder reinzubringen. Puh !!

Der Norbulinka ist schoen angelegt und schafft ein Gefuehl der Ruhe. Ein grosser Garten umgibt das Wohnhaus des Dalai Lama’s und eine kurze Fuehrung ist interessant. Jedoch ist hier im Innenraum, wie auch im Potala und im Johkang, absolutes Fotografierverbot.
(Dafuer kannst du ja die Buecher kaufen :-) )

Danach fahren wir zum Potala.

Streng nach Eintrittszeiten regelementiert (echt clever, so hast du ein wenig Ruhe) warten wir noch ein bischen am Eingang.

Was dann passiert als ich die vielen Stufen hochsteige kann ich nicht beschreiben.
Eingeweihte werden wissen wie es mir ging und jetzt, einen Tag spaeter, beim Schreiben noch wieder hochkommt. Beim Betreten des Johkang, des heiligsten Tempels der Tibeter, das gleiche wieder, ich komme hier schlecht runter. Aber ich hab genug Musse um alles in Ruhe und Andacht zu betrachten.

Das Innere des Potala’s ist wunderschoen. Die vielen Raeume, Bronzefiguren und Gebetsraueme hauen dich komplett um. Und ueber allem schwebt ein bestaendiger Hauch seiner Heiligkeit, des 14. Dalai Lama’s. Dem kann ich mich nicht entziehen und das ist auch schoen so.

Am aufregensten aber ist der Johkang, den wir danach aufsuchen.

Ueberall Pilger die die aeussere und innere Kora laufen, sich hinwerfen, in tiefer Verehrung das bestaendige „Om mane padme hum“ murmeln, es riecht ueberall nach Butterlampen und ich weiss nicht mehr wo mir der Kopf steht.
Im Inneren eine Schoenheit, eine Ruhe und gleichzeitig eine von beseelten Pilgern Geschaeftigkeit im steten rezitieren der Mantra’s, der geneigte Leser mag sich zurueckziehen, die Augen schliessen und einen Moment versuchen es sich vorzustellen.

Inzwischen kenn ich auch die drei Buddha’s, die acht Boddhisatva’s und ich glaub die meisten Schutzgoetter Tibets :-)

Nun gut, meine Figurensammlung wird sich wohl doch erheblich vergroessern !!

Abends komm ich kaum zur Ruhe, und in der Nacht schwirrten Siddharta, der Maitre Buddha, Avalokiteshvara, Manjuschri und und und durch meinen Kopf. Da war der Schlaf wohl eher sehr unruhig …..

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