Günther Grass …

… war als 16 o. 17 jähriger bei der Waffen SS !!

… und Deutschland hat den Aufreger des Monats …

… weil jeder in dieser Zeit und in diesem Alter vehement NEIN gesagt hätte …

Ich jedenfalls nicht !

Oh Deutschland, arm Vaterland – du und deine Moralapostel … :-/

Und so nebenbei – kann nicht jeder mal vor seiner Haustüre kehren ?

So, nun laßt den Mann in Ruhe und kauft euch einen Besen !

Der Autor ;-)

5 Gedanken zu “Günther Grass …

  1. Naja, den fand ich auch nicht gerade toll …

    Der gute Herr Fischer war schon immer ein Spezialist darin, vor der Kamera die Stirn angesichts der Lage in der Welt und in Deutschland im Speziellen in Falten zu legen und – wie vom Katheder herab (Princeton ließ schon damals grüßen) – die vermeintlichen Hintergründe zu erklären.

    Ich sehe im Übrigen einen großen intellektuellen Unterschied zwischen Günter Grass auf der einen und Joseph Martin Fischer auf der anderen Seite.

  2. Möge man die jugendlichen Entgleisungen des H. Grass nun für verwerflich halten oder nicht, so solle man sich vor Augen halten, dass wir vor gar nicht langer Zeit einen Außenminister vielerorts bewunderten, der es in seiner Jugendzeit für gut und richtig hielt, mit Steinen auf Polizisten zu werfen.

    ( Wer von Euch ohne Sünde ist, der schmeiße den ersten Stein !!!!!! )

  3. Hallo Joerch,

    natürlich gilt immer die Geschichte mit dem ersten Stein, den man nur bei eigener Unbeflecktheit werfen soll.

    Allerdings sehe ich schon einen Unterschied zwischen (a) einem völlig unbescholtenen Bürger, der sich über (vermeintliche) hellbraune Flecken in der Vergangenheit anderer aufregt und (b) einem ehemaligen Tiefbraunen, der seinen SS-Vergangenheit sechs Jahrzehntelang verschweigt und immer auf die bösen Konservativen/Liberalen (oder auch Sozialisten wie Helmut Schmidt) zeigt.

    Ich kann entweder meine Vergangenheit verschweigen, dann muss ich aber auch zu der von anderen Leuten schweigen, oder ich kann andere wegen ihres Verhaltens kritisieren, dann darf ich aber meine eigenen Verstrickungen nicht unter den Teppich kehren.

    Es kann schon sein, dass viele von denen, die sich jetzt aufregen, selbst auch braunen Dreck am Stecken haben, und auf genau diese träfe meine Kritik dann auch zu – allerdings vielleicht nur in leicht abgeschwächter Form, da Grass sich über Jahrzehnte hinweg zum moralischen Gewissen der Nation berufen gefühlt hat und sich entsprechend in Szene setzte, während ich das bei seinen Kritikern jetzt nicht sehe.

    Und noch einmal: Ich werfe keinem vor, in der NSDAP, in der Wehrmacht und meinetwegen auch in der SS gewesen zu sein. Nur darf ich das eben nicht verschweigen, wenn ich andere deswegen kritisiere.

  4. @ node-0
    Es geht mir gar nicht darum Herrn Grass in Schutz zu nehmen.

    Dazu hab ich auch von diesem MENSCHEN viel zu wenig Hintergrundwissen.
    Aber um kurz beim Thema zu bleiben, wer ist oder wäre frei von „Schuld“?
    (siehe „ich jedenfalls nicht“)
    Besonders bewundere ich hier Menschen um mein Alter herum und/oder jünger, die zu diesem Thema felsenfeste moralische Grundsätze vertreten, ohne sich je wirklich mal mit dem Thema Massenwahn und Ideologie des Dritten Reiches und hier heraus folgend mit sich selber auseinandergesetzt haben.
    Mein Beitrag zielt eher darauf hin, sich mal mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten zu beschäftigen, als höchstmoralisch mit hoch erhobenem Zeigefinger gegen den Umstand der frühen Lebensführung der Herrn Grass ins Felde zu ziehen.
    Ausserdem gibt es meines Erachtens in unserer Republik und auch bei jedem ach so moralischem Kritiker bedeutend wichtigerere Dinge, die der Kritik und des Handelns bedürfen, als dieses „Sommerthema“.

  5. Pingback: node-0 » Blog Archiv » Die Apologeten des Günter Grass

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